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FSD: Tesla fährt mit schlafender Fahrerin 100 km/h

In Kanada wurde eine Frau in ihrem Tesla auf der Landstraße gefilmt – schlafend. Die Überwachung lässt sich eigentlich nur mit Tricks aushebeln.
/ Tobias Költzsch
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Kein Ort für ein Nickerchen: das Cockpit eines Tesla (Bild: Martin Wolf/Golem)
Kein Ort für ein Nickerchen: das Cockpit eines Tesla Bild: Martin Wolf/Golem

Auf einer Fernstraße im kanadischen Bundesstaat British Columbia hat die Beifahrerin eines Autos eine kuriose Beobachtung gefilmt: Die Fahrerin eines Teslas neben ihr war offenbar eingeschlafen, das Fahrzeug fuhr dank FSD (Full Self Driving) selbsttätig weiter. Das Video(öffnet im neuen Fenster) zeigt einen knapp 40-sekündigen Ausschnitt; wie lange die Frau tatsächlich so fuhr, ist unbekannt.

Laut der lokalen Webseite Castanet.net(öffnet im neuen Fenster) sollen zwei schlafende Kinder auf der Rückbank gesessen haben; im Video sind diese nicht eindeutig zu erkennen. Die Geschwindigkeit lag der Zeugin zufolge bei um die 100 km/h gelegen, beim Fahrzeug scheint es sich um ein Model Y zu handeln.

Warum der Tesla trotz schlafender Fahrerin weiterfuhr, kann aufgrund fehlender Informationen nur spekuliert werden. Wie im Video zu erkennen ist, trägt sie eine große Sonnenbrille; diese kann die Augen so weit verdecken, dass die Kamera für die Fahrerüberwachung nicht erkennt, wenn diese geschlossen sind.

Überwachungssystem muss irgendwie überlistet worden sein

Dann würde FSD auf Lenkraddruck als Anzeichen dafür zurückgreifen, dass die Fahrerin wach ist. Im Video ist nicht zu erkennen, ob sie ihre Hände im unteren Bereich des Lenkrads verkeilt hat. Auch ist nicht zu sehen, ob Zubehör zur Lenkradmanipulation verwendet wurde, das eine Berührung vortäuscht. Ohne derartige Tricks kommt ein Tesla eigentlich automatisch zum Stehen, wenn die manuelle Steuerung nicht übernommen wird.

Einen Plastikkopf, der vor der Innenraumkamera positioniert wird, verwendete die Frau offenbar nicht, zumindest ist ein solcher nicht im Video zu erkennen. Castanet.net zufolge benachrichtigte die Zeugin die Polizei. Diese will die Fahrerin anhand des Nummernschilds ermitteln.

Angehalten wurde die Frau offenbar nicht. Möglicherweise wachte sie von allein wieder auf.


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