Frühzeit der Star-Wars-Fanfilme: Das Fandom schlägt zurück

Star Wars hat so viele Fanfilme hervorgebracht wie kaum ein anderes Entertainment-Produkt. Von Zweieinhalbminütern bis zu halbstündigen Kunstwerken ist alles dabei.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Eine der aufwendigeren Fanfilm-Produktionen: Broken Allegiance
Eine der aufwendigeren Fanfilm-Produktionen: Broken Allegiance (Bild: Youtube (Screenshot: Golem.de))

Hinweis: In diesem Text stellen wir zehn empfehlenswerte Fanfilme vor, schreiben also auch ein bisschen was über deren Handlung. Wer gar nichts darüber wissen will, findet die Titel bei einem schnellen Blick auf die Seiten- und Zwischenüberschriften.

Fans haben sich immer dadurch ausgezeichnet, dass sie das Objekt ihrer Begierde nicht nur passiv erleben, sondern sich auch kreativ damit beschäftigen wollen. Früher bedeutete dies, dass man Geschichten schrieb, Bilder malte oder Fanzines zum Thema veröffentlichte. Seit gut 20 Jahren können Fans sogar ihre eigenen Filme machen.

Rechtlich ist das eine Grauzone, im Fall von Star Wars hat die Produktionsfirma Lucasfilm die Bemühungen der Fans aber nicht behindert, sondern ließ sie ihre Passion ausleben. Mittlerweile gibt es so viele Fanfilme, dass kaum jemand alle gesehen haben wird. Hier soll es um die Frühphase gehen.

Der Anfang: Troops

Alles begann 1997 mit Troops. Kevin Rubio, ein Star-Wars-Fan seit Kindertagen, schrieb das Drehbuch für seinen knapp zehnminütigen Kurzfilm (Youtube), der aufzeigen sollte, wie das Leben einer Gruppe Stormtrooper auf dem sandigen Planeten Tatooine aussieht.

Dabei zieht Rubio das Ganze wie eine Fernsehdokumentation auf, bei der ein Kamerateam die betreffenden Personen bei ihrer täglichen Arbeit begleitet. Die Stormtrooper suchen nach zwei gestohlenen Droiden, haben dabei jedoch kein Glück.

Stattdessen müssen sie sich mit Jawas herumschlagen, was dazu führt, dass ein ganzer Sandcrawler vernichtet wird. Ein paar der Stormtrooper treffen auf Owen Lars und dessen Frau Beru, bekannt aus Episode IV. Man erfährt, was mit dem Onkel und der Tante von Luke Skywalker passiert ist.

Troops ist ein wunderschöner Film voller Humor, der zeigt, mit welcher Liebe zur Vorlage Kevin Rubio und seine Freunde und Kollegen hier ans Werk gingen. Nicht vergessen werden darf dabei die Professionalität, mit der dieser Kurzfilm entstand. Formal gesehen ist dies schon längst kein Fanfilm mehr, sondern weist alle Qualitäten auf, die professionell gedrehte Filme auch haben (sollten).

Spaß ist Trumpf: Crazy Watto

Da Fanfilmemacher oft nicht das Budget und die Zeit haben, mit Spezialeffekten gespickte Werke von einer halben Stunde und mehr zu produzieren, verlegten sich einige von ihnen darauf, eher die spaßige Seite von Star Wars zu betonen.

Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Crazy Watto. Dieses knapp zweiminütige Filmchen (Youtube) entstand, als sich John Hudgens, Sandy Clark, Heather Harris und Men-in-Black-Erfinder Lowell Cunningham am Wochenende trafen und beschlossen, ein Stop-Motion-Epos zu drehen, bei dem die Spielzeuge Cunninghams Haus attackieren würden. Als ihnen jedoch bewusst wurde, wie viel Arbeit mit Stop-Motion verbunden war, gaben sie diesen Plan schnell wieder auf.

Irgendetwas wollten sie aber machen und kamen schließlich auf die grandiose Idee, einen Werbespot für Crazy Watto zu drehen, bei dem der kleine Strolch seine Waren anbietet. Das hat zwar mit Stop-Motion nichts mehr zu tun, ist jedoch sehr komisch.

Andere Filme konzentrieren sich nicht auf einzelne Figuren, sondern nehmen das große Ganze in den Blick.

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JTR 09. Mär 2021

Naja, die meisten Fanprojekte entstanden lange bevor Disney bei Star Wars involviert...

nielsbo 09. Mär 2021

Erinnerungen aus den ersten Tagen des Internets... Hab aber vor 2 Jahren eine Doku, dass...

CmdrJameson 08. Mär 2021

Imperial Personnel Military Stories oder kurz IMPS war quasi eine Art inoffizielle...

Heiko Wagner 08. Mär 2021

..., denn einer der Stormtrooper trägt "Stilettos"... natürlich in weiß! xD Die Hommage...



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