Frühwarnsystem: Nato-Staaten planen Drohnenwacht entlang russischer Grenze

Sechs Russland-Anreinerstaaten, die gleichzeitig Nato-Mitgieder sind, wollen entlang ihrer gemeinsamen Grenzen mit dem Land eine Drohnenwacht zur Erhöhung der Grenzsicherheit errichten. Das von Litauen angeführte Projekt zielt darauf ab, moderne Drohnentechnologie zum Schutz vor potenziellen Provokationen und Schmuggelaktivitäten von Russland aus einzusetzen, wie der Nachrichtensender CNBC berichtete(öffnet im neuen Fenster) .
Die litauische Innenministerin Agne Bilotaite betonte laut CNBC in einem Interview mit der lokalen Nachrichtenagentur BNS: "Dies ist eine völlig neue Sache, eine Drohnenmauer, die sich von Norwegen bis nach Polen erstreckt, und das Ziel ist es, Drohnen und andere Technologien zum Schutz unserer Grenzen einzusetzen."
Bündelung von Ressourcen und Fachwissen
Die Drohnenmauer-Initiative bringt Litauen, Lettland, Estland, Polen, Finnland und Norwegen zusammen. Durch die Bündelung ihrer Ressourcen und ihres Fachwissens wollen die Staaten ein umfassendes Grenzverteidigungssystem gegen den gemeinsamen Nachbarn Russland aufbauen.
Einzelheiten zur Finanzierung, zum Zeitplan und zu den technischen Aspekten des Projekts wurden nicht bekannt gegeben. Bilotaite deutete jedoch an, dass EU-Mittel bei dem Vorhaben eine Rolle spielen könnten.
Finnland, das 2023 der NATO beitrat und eine rund 1.300 km lange gemeinsame Grenze mit Russland hat, ist ein wichtiger Akteur des Projektes. Die finnische Innenministerin Mari Rantanen sagte dem finnischen Fernsehsender Yle, die Drohnenmauer werde sich "mit der Zeit verbessern" .
Die Innenminister der sechs beteiligten Länder kamen am 23. und 24. Mai 2024 in Riga zusammen, um das Drohnenmauerprojekt zu erörtern und dringende Sicherheitsfragen anzusprechen. Zu ihren Themen gehörte auch die sogenannte instrumentalisierte Migration: Russland und Belarus wird vorgeworfen, eine große Anzahl von Asylbewerbern ohne Papiere aus Afrika und dem Nahen Osten über ihre Grenzen geschickt zu haben, um Druck auf Nachbarländer auszuüben.



