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Frühwarnsystem: Flugtracking von Privatjets soll vor Apokalypse warnen

Ein neues System überwacht weltweite Flugbewegungen von Privatjets. Außergewöhnlich viele Starts sollen als Warnung vor Katastrophen dienen.
/ Nils Matthiesen
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Flugtracking soll vor der Apokalypse warnen. (Symbolbild) (Bild: Edu Raw / Pexels)
Flugtracking soll vor der Apokalypse warnen. (Symbolbild) Bild: Edu Raw / Pexels

Der Programmierer und Künstler Kyle McDonald hat ein System zur Überwachung weltweiter Privatjet-Bewegungen entwickelt. Das Projekt mit dem Namen Apocalypse Early Warning System soll als Frühwarnsystem für eine drohende Apokalypse dienen. McDonald geht davon aus, dass sehr wohlhabende Personen früher von existenziellen Gefahren wie einem Atomschlag erfahren als die allgemeine Bevölkerung. In einem solchen Fall würden diese Personen ihre Privatjets nutzen, um schnell abzuheben und die Stadtzentren zu verlassen.

Das System greift laut der offiziellen Website(öffnet im neuen Fenster) auf ein Register von über 30.000 Privatjets zurück. Technisch arbeitet der Tracker jedoch mit einem engeren Datensatz und überwacht die Echtzeit-Flugdaten von etwa 11.000 Geschäftsjets, Militärflugzeugen und Maschinen mit verschleierten Kennungen (SOFX). Eine interaktive Karte zeigt, dass sich die Flugbewegungen der normalerweise in der Luft befindlichen Jets hauptsächlich auf Nordamerika und Europa konzentrieren. Im Mai 2026 erfasste das System täglich zwischen 150 und etwas mehr als 1.000 Flüge.

Datenabgleich per KI-gestütztem Coding

McDonald entwickelte die Software mittels KI-gestütztem Coding, im Fachjargon auch als vibecoded bezeichnet. Das System vergleicht die aktuellen Flugbewegungen mit den Daten des Vorjahreszeitraums. Für die Alarmierung dient eine Skala von eins bis fünf, wobei Stufe fünf einen Notfall signalisiert. Ein außergewöhnlich zeitgleicher Start vieler Privatjets löst den Alarm aus. Die Benachrichtigungen erfolgen über Kanäle wie Telegram, RSS-Feeds sowie Text- und E-Mail-Alerts.

Einen deutlichen Daten-Ausreißer nach oben registrierte das System etwa am 6. April 2026. An diesem Tag startete der Iran einen massiven Vergeltungsangriff auf US-amerikanische und israelische Ziele. Einen weiteren Anstieg bemerkte der Entwickler am 7. April, als der US-Präsident Donald Trump mit der Auslöschung einer ganzen Zivilisation drohte. Diese Ereignisse gaben McDonald die Gewissheit, dass sein System wie beabsichtigt funktioniert.

Tausende Nutzer verwenden den Dienst

Das Projekt generiert sogar Einnahmen. Rund 2.500 Personen haben sich für das Frühwarnsystem angemeldet. Bei einer jährlichen Gebühr für bestimmte Benachrichtigungsdienste von fünf US-Dollar belaufen sich die Einnahmen auf etwa 12.500 Dollar. Ob alle 2.500 Nutzer zahlen, ist allerdings nicht klar belegt. McDonald bezeichnet das Projekt gegenüber Business Insider(öffnet im neuen Fenster) als eine Mischung aus konzeptioneller Erfindung, Kunstwerk und Software-Service.

Die Idee baut auf früheren Initiativen auf. Im Jahr 2022 erlangte der damals 19-jährige Jack Sweeney Bekanntheit, weil er die Flüge des Privatjets von Elon Musk trackte und auf Twitter veröffentlichte. Neben Musk befanden sich auch andere Tech-Milliardäre wie Bill Gates im Visier von Sweeneys Trackern. McDonald weitete diesen Ansatz nun auf eine systematische Massenüberwachung aus.


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