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Der Sitz des Unternehmens
Der Sitz des Unternehmens (Bild: Quickline)

Frühstart: Kabelnetzbetreiber findet keine Modems für Docsis 3.1

Der Sitz des Unternehmens
Der Sitz des Unternehmens (Bild: Quickline)

Stell dir vor es ist Docsis 3.1, und keiner hat Kabelmodems. So ging es dem Schweizer Kabelnetzbetreiber Quickline, der sein Netz schon im Jahr 2016 ausbaute und seitdem wartet.

Der Schweizer Kabelnetzbetreiber Quickline hat seit langer Zeit sein Netz mit Docsis 3.1 ausgebaut, kann aber wegen fehlender Modems keine sehr hohen Datenraten anbieten. Quicklines Chief Technology Officer Remond Krebs sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir haben die neueste CMTS-Generation von Cisco mit Docsis 3.1 bereits im Jahr 2016 vollständig verbaut und in Betrieb genommen. Da die Lieferanten seitdem keine Docsis-3.1-fähigen Modems liefern konnten, werden wir es erst in der zweiten Hälfte 2017 in Betrieb nehmen." Gegenwärtig bietet Quickline im Kabelnetz maximal 400 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload an.

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Quickline ist der zweitgrößte Kabelnetzanbieter des Landes. Bereits im Jahr 2015 kündigte das Unternehmen an, dass die rund 400.000 Kunden aller 21 im Quickline-Verbund zusammengeschlossenen lokalen Kabelnetzunternehmen von "Bandbreiten im Gigabit-Bereich profitieren" würden. Angekündigt wurden ein Ausbau mit dem CMTS cBR-8 von Cisco und die Einführung von Docsis 3.1.

Hohe Datenraten möglich

Mit voll ausgebautem Docsis 3.1 lassen sich in Koaxialnetzen Datenraten von bis zu 10 GBit/s im Downstream und bis zu 1 GBit/s im Upstream erzielen.

Docsis 3.1 arbeitet mit Kanalbandbreiten von 192 MHz im Downstream und 96 MHz im Upstream, die aber bei Bedarf skaliert werden können. Die Obergrenze liegt bei 1.794 MHz, der Upstream wurde bisher auf 5 MHz bis 204 MHz erweitert.

War bei Docsis 3.0 eine Modulation mit 256 QAM im Down- und 128 QAM im Upstream möglich, so sind mit dem neuen Standard nun 4.096 QAM in beide Richtungen realisierbar. Da höhere Modulationen anfälliger für Störungen sind, wurde die Fehlerkorrektur mit dem Algorithmus Low-Density Parity-Check (LDPC) verbessert. Zudem kommt in Kabelnetzen erstmals OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) zum Einsatz, was die Bindung an 8-MHz-Kanäle aufgibt. Die Daten lassen sich zu OFDM-Kanälen mit bis zu 192 MHz zusammenfassen, was die bisher üblichen Datenratenverluste an den Kanalgrenzen vermeiden soll.

Viele Netzbetreiber dürften die im Standard vorgesehene Technologie Remote-PHY nutzen. So würden wichtige Übertragungsfunktionalitäten aus dem CMTS ausgelagert und näher am Kunden realisiert. Das soll Störgeräusche im Kabel minimieren und höhere Modulationen ermöglichen. Hierzu sind aber der Ausbau der Glasfaser und der Einsatz neuer Technik notwendig.


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Jerrichat 10. Aug 2017

[...] Hallo, bin neu bei Golem, Hatte soeben 10 Min. Telkom mit AVM. Der gute Mann...

neocron 30. Mai 2017

Sicherlich nicht, aber welcher gerechtfertigt ist, entscheidet ja der, der ausbaut...

M.P. 30. Mai 2017

Es scheint ein Chipsatz herausgekommen zu sein, der es den Router-Herstellern einfacher...

treefiddy 30. Mai 2017

wie schnell kann den der Upload werden ohne Austausch der Verstärker?



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