Abo
  • Services:
Anzeige
Elektronenmikroskop-Aufnahme eines Lymphozyten
Elektronenmikroskop-Aufnahme eines Lymphozyten (Bild: Dr. Triche National Cancer Institute/Public Domain)

Früherkennung: Google will den Nutzern ans Blut

Elektronenmikroskop-Aufnahme eines Lymphozyten
Elektronenmikroskop-Aufnahme eines Lymphozyten (Bild: Dr. Triche National Cancer Institute/Public Domain)

Google entwickelt laut einem Medienbericht medizinische Hardware und Nanopartikel, die die Blutchemie ständig überwachen und auf drohende, gefährliche Krankheiten hinweisen sollen. Kritiker befürchten, dass ein solches System die Patienten verängstigen und zu Fehlbehandlungen führen könne.

Anzeige

Google will laut einem Bericht der britischen BBC ein Armband entwickeln, das Bluttests durchführen kann. So sollen zum Beispiel einige Krebsarten oder drohende Herz- und Hirninfarkte erkannt werden können. Die Entwicklung übernimmt Googles Forschungslabor Google X. Die Technik basiert auf Nanopartikeln, die mit einem Medikament in den Blutkreislauf eingeschleust werden, und einem Sensor, der am Handgelenk getragen wird.

Google hatte bereits Kontaktlinsen zur Zuckermessung entwickelt und das Unternehmen 23andMe übernommen, das Gentests durchführt.

Laut dem Bericht der BBC wird das Blutdiagnoseprojekt von Andrew Conrad geleitet. Der Molekularwissenschaftler hatte zuvor einen HIV-Schnelltest entwickelt. Ziel ist nun die Entwicklung von Nanoteilchen, die sich zum Beispiel bestimmten DNA-Abschnitten oder Krebszellen nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip anheften. Es sollen aber auch Nanopartikel entwickelt werden, die auf Kalium reagieren und sich je nach Konzentration einfärben.

Da diese Nanopartikel magnetisch sind, lassen sie sich bewegen - zum oberflächlichen Gefäßsystem des Handgelenks. Nanopartikel, die nicht an ihren Zielen anhaften, bewegen sich im Magnetfeld anders als die, die beispielsweise an einer Krebszelle hängen. Das soll sich nichtinvasiv mit Hilfe von Licht oder Radiowellen erkennen lassen. Eine Software soll auswerten, wie sich die Partikel bewegen und daraus Schlüsse ziehen. Die Diagnosehardware soll in ein Armband passen.

Experten äußerten sich teilweise lobend über die Versuche Googles, die Früherkennung zu verbessern, teilweise aber auch sehr kritisch. Die Diagnosen könnten Menschen verunsichern und zu unnötigen Behandlungen führen, zumal falsch positive Ergebnisse nicht auszuschließen seien. Google will die Technik allerdings nur entwickeln und nicht selbst verkaufen, sondern Lizenzpartner suchen, die das Forschungsprojekt weiterführen. Schon bei aktuellen Früherkennungstests für manche Krebsarten ist das ein Problem.

Warum Google diese Forschung vorantreibt, ist unklar. Vermutlich handelt es sich um eine Mischung aus Interesse der Firmengründer am Thema, kommerziellen Interessen an der Lizenzierung und dem Wunsch, zu demonstrieren, zu welchen Leistungen im Bereich von Big Data das Unternehmen in der Lage ist.


eye home zur Startseite
tibrob 02. Nov 2014

Bitte :)

tibrob 02. Nov 2014

Er hat doch Recht.

tibrob 02. Nov 2014

Hängt vom Arzt ab. Einige sind völlig überfordert bei einem persönlichen Gespräch, z.B...

__destruct() 31. Okt 2014

Meiner Meinung nach, sollte es der Staat wenigstens versuchen. Kommerzielle Pharma...

__destruct() 31. Okt 2014

Er unterschlägt jedoch Tatsachen.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. COSMO CONSULT, Berlin
  2. ETAS GmbH & Co. KG, Stuttgart
  3. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. Ratbacher GmbH, Großraum Melsungen


Anzeige
Top-Angebote
  1. 193,02€
  2. (u. a. Battlefield 1 PC & Konsole je 19,99€ und PlayStation Plus 12 Monate 34,99€)
  3. 166€

Folgen Sie uns
       


  1. Counter-Strike Go

    Bei Abschuss Ransomware

  2. Hacking

    Microsoft beschlagnahmt Fancy-Bear-Infrastruktur

  3. Die Woche im Video

    Strittige Standards, entzweite Bitcoins, eine Riesenkonsole

  4. Bundesverkehrsministerium

    Dobrindt finanziert weitere Projekte zum autonomen Fahren

  5. Mobile

    Razer soll Smartphone für Gamer planen

  6. Snail Games

    Dark and Light stürmt Steam

  7. IETF

    Netzwerker wollen Quic-Pakete tracken

  8. Surface Diagnostic Toolkit

    Surface-Tool kommt in den Windows Store

  9. Bürgermeister

    Telekom und Unitymedia verweigern Open-Access-FTTH

  10. Layton's Mystery Journey im Test

    Katrielle, fast ganz der Papa



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test: 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test
240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel
  3. Gaming-Bildschirme Freesync-Displays von Iiyama und Viewsonic

Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

Razer Lancehead im Test: Drahtlose Symmetrie mit Laser
Razer Lancehead im Test
Drahtlose Symmetrie mit Laser
  1. Razer Blade Stealth 13,3- statt 12,5-Zoll-Panel im gleichen Gehäuse
  2. Razer Core im Test Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
  3. Razer Lancehead Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang

  1. Re: Mod für Ark

    nachgefragt | 18:25

  2. Re: Langweiliger Einheitsbrei für die breite Masse

    nachgefragt | 18:18

  3. Re: Dummes Argument von Unitymidia.

    plutoniumsulfat | 18:08

  4. Re: Verkaufscharts

    nachgefragt | 18:04

  5. Re: Mehr als die Hälfte der Neukunden wollen 200...

    Gandalf2210 | 18:01


  1. 12:43

  2. 11:54

  3. 09:02

  4. 16:55

  5. 16:33

  6. 16:10

  7. 15:56

  8. 15:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel