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Frostpunk: Überlebenskampf und eiskalte Moral

Ein Aufbauspiel jenseits der heilen Welten eines Anno: In Frostpunk müssen Spieler furchtbare Entscheidungen wie die für oder gegen Kinderarbeit treffen. Nur so können sie im neuen Werk der Macher von This War of Mine das Überleben ihres Volkes im ewigen Eis sichern.

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Im Aufbauspiel Frostpunk bauen wir eine Siedlung in ewigem Eis.
Im Aufbauspiel Frostpunk bauen wir eine Siedlung in ewigem Eis. (Bild: 11 Bit Studios)

Tag 5. Die Situation im Lager ist prekär. Kälte und harte Arbeit haben viele Menschen krankgemacht, die Sanitätszelte sind überfüllt, einige Patienten sind bereits gestorben. Für die nächsten Tage wird ein neuer Temperatursturz vorhergesagt. Arbeitskräfte fehlen an allen Ecken und Enden: in der Kohlemine, beim Holzsammeln und bei der Jagd. Der Generator läuft zwar noch und spendet Wärme, doch reicht diese nur für den innersten Kreis der Baracken und Zelte. Wie lange halten die Menschen noch durch?

Inhalt:
  1. Frostpunk: Überlebenskampf und eiskalte Moral
  2. Wir machen die Gesetze!
  3. Unsere Menschlein müssen zufrieden sein

Nein, Frostpunk ist kein Wohlfühl-Game. Der neue Titel von 11 Bit Studios (This War of Mine) versetzt Spieler in eine postapokalyptische Zukunft: Die Erde ist von einer dicken Eisschicht überzogen, die wenigen Überlebenden scharen sich um dampfbetriebene Generatoren. "Was würdest du tun, um das Überleben deines Volkes zu sichern?" Diese Frage fasst laut Marta Fijak, Senior Game Designer von Frostpunk, die Grundidee des Spiels zusammen. Gemeinsam mit Lead Game Programmer Aleksander Kauch und Community Manager Rufus Kubica empfängt Fijak uns zum Interview. Schauplatz ist ein eher unscheinbares Bürogebäude im Warschauer Stadtteil Praga, östlich des Flusses Weichsel.

11 Bit Studios beschäftigt rund 90 Mitarbeiter - und wächst weiter. 40 Mitarbeiter arbeiten an Frostpunk, das im ersten Quartal 2018 zunächst für Windows-PC erscheinen soll. Weitere Mitarbeiter arbeiten an einem Geheimprojekt, ein drittes Projekt ist gerade im Prototyp-Stadium. Das erklärt auch, warum wir bei unserem Studiobesuch die markante rote Linie (siehe Foto) nicht überschreiten dürfen: Woran dahinter gearbeitet wird, ist (noch) Betriebsgeheimnis.

Hohe Erwartungen an 11 Bit Studios

Die Erwartungen an das Studio sind hoch, vor allem nach This War of Mine (2014; Artikel auf Golem.de). Das Strategiespiel zeigte den Krieg aus der Sicht von Zivilisten, es schickte Spieler in den täglichen Überlebenskampf gegen Hunger und Kälte, schwindende Gesundheit und Plünderer. Ob sie selbst Gewalt anwenden, ob sie zum Plünderer werden, liegt ganz im Ermessen der Spieler. This War of Mine wertet nicht, sondern zeigt nur nüchtern und schonungslos, was ein Krieg mit uns anstellen würde. Das Spiel hat zahlreiche Preise eingeheimst und verkaufte sich - für einen Indie-Titel - ganz ausgezeichnet. 2016 erschien mit The Little Ones eine Konsolenversion; die Zusatzinhalte veröffentlichte das Studio später auch als DLC der PC-Fassung.

  • In Frostpunk bauen wir eine Siedlung im Eis auf. (Screenshot: 11 Bit Studios)
  • Nach und nach wird die eisige Stadt immer größer. (Screenshot: 11 Bit Studios)
  • Das Buch der Gesetze hilft bei Entscheidungen. (Screenshot: 11 Bit Studios)
  • Wie in Sim City helfen uns Statistiken beim Aufbau. (Screenshot: 11 Bit Studios)
  • Ein Kind hat sich bei der Arbeit verletzt - sind wir schuld? (Screenshot: 11 Bit Studios)
  • Irgendwann haben wir eine richtig große Stadt. (Screenshot: 11 Bit Studios)
  • Aleksander Kauch und Marta Fijak von 11 Bit Studios. (Foto: 11 Bit Studios)
  • Hinter der "roten Linie" entstehen geheime neue Projekte. (Foto: 11 Bit Studios)
In Frostpunk bauen wir eine Siedlung im Eis auf. (Screenshot: 11 Bit Studios)
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Frostpunk ist eine Alternativweltgeschichte, die im viktorianischen England spielt. Fijak und Kauch nennen das Genre "society survival", denn Überleben sei hier wichtiger als Städtebau. Und in der Tat bietet Frostpunk neue Perspektiven, auch wenn das Gameplay zunächst an klassische Aufbaustrategie erinnert. Der lebensnotwendige Generator steht inmitten eines tief verschneiten Kraters und wird mit Kohle betrieben. Drumherum können Spieler ringförmig Gebäude errichten: Wohnbaracken, Produktions- und Lagerhäuser, Küchen, Forschungslabore, Krankenstationen und so weiter.

Je mehr Kohle dem Generator zugeführt wird, desto größer ist die abstrahlende Hitze und damit auch die Fläche, die bebaut werden kann. Zu Beginn der Demo, die uns 11 Bit zur Verfügung stellte, haben die Siedlungsbewohner noch nicht einmal ein Dach über dem Kopf, auch fehlt es an jeglichen Vorräten. So schickt man ein paar Menschlein hinaus in den Schnee, um Kohle, Holzreste, Eisen und Essbares zu organisieren. 80 Personen leben anfangs in der Siedlung, darunter 15 Kinder, die nicht arbeiten müssen. Noch nicht.

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Wir machen die Gesetze! 
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pluto21 14. Nov 2017

Schon mal etwas von Steuern gehört? Wer erfolgreich ist und viel Geld verdient zahlt...

ArcherV 08. Nov 2017

TWD ? nicht gespielt? Ich rede von der Serie.

MrAnderson 06. Nov 2017

Ich bin bekennender ANNOholiker und verstehe deine Kritik nicht ganz. Natürlich muss man...

der_wahre_hannes 06. Nov 2017

Nö. Maximallevel ist Level 20 und selbst dann "endet" es nicht einfach. Es ist einfach...

plutoniumsulfat 04. Nov 2017

Was? Du kannst deine Steam-Spiele nicht als Steam-fremde Spiele deiner Bibliothek erneut...


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