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Technik, Verfügbarkeit und Fazit

Der Steampunk-Flair von Frostpunk ist stilvoll umgesetzt, 2D-Artworks erzählen die Handlung rund um die schutzsuchenden Menschen. Mit ansprechender 3D-Grafik ist der Aufbau-Teil gestaltet. Gleißende Licht- und Schatteneffekte sind sehr gelungen, genauso die Detailverliebtheit bei den Bewohnern, die alle einen Namen tragen und in der Welt auffindbar sind. Gerne hätten wir noch eine Stufe näher herangezoomt, um unseren Untertanen dabei zuzusehen, wie sie sich ihren Weg durch den meterhohen Schnee bahnen. Das Spiel läuft zu Beginn deutlich flüssiger als gegen Spielende, wenn viele Gebäude von den Systemkomponenten berechnet werden, in den meisten Fällen halbiert sich die Geschwindigkeit. Wir konnten Frostpunk mit einem Core i7-Haswell und einer Geforce 980Ti auf maximalen Details anfangs mit 60-70 Bildern pro Sekunde spielen, später nur noch mit 35.

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Im Audiobereich glänzt der Titel mit authentischen Soundeffekten. Das rythmische Pumpen des Generators, Durchsagen an die Bevölkerung mit dem Megafon und das melancholische Titelthema tragen äußerst gelungen zu der sehr bedrückenden Atmosphäre bei.

Die Solokampagne bietet kein Endlosspiel. Stattdessen lassen sich neben der Hauptmission noch zwei alternative Szenarios freispielen. In dem einen, bei dem nur Maschinen und Ingenieure zur Verfügung stehen, geht es um das Überleben einer neuen Pflanzenart. Das zweite simuliert eine nicht enden wollende Ankunft von Immigranten. Beide spielen sich deutlich anders als die Hauptkampagne und benötigen neue Strategien, was die Spielzeit von Frostpunk locker über 30 Stunden bringt.

Verfügbarkeit

Frostpunkt kostet 30 Euro und ist für Windows-PCs digital über Steam, Humble und GOG erhältlich. Eine Ladenversion gibt es ebenfalls. Das Spiel ist ab 12 Jahren von der USK freigegeben. Unsere Testversion bietet nur englische Texte.

Fazit

Frostpunk hat uns schlaflose Nächte bereitet. Und das nicht nur, weil wir wegen des fesselnden Spielflusses aus Gesellschaftsbildung und dem Aufbau einer effizienten Industrie nicht aufhören konnten zu spielen. Wir konnten auch deswegen nicht schlafen, weil uns die tiefgreifenden Entscheidungen nicht mehr losgelassen haben, während der Rechner längst heruntergefahren war. Haben wir tatsächlich ein Propagandazentrum gebaut? Hätten wir die letzten drei Kinder nicht doch retten können? Mussten wir die Revoluzzer in der Stadt tatsächlich hängen, oder hätten wir doch noch irgendwo den nötigen Platz für ein Gefängnis gefunden?

In den meisten Fällen ist die Antwort: nein. Frostpunk ist bei den ersten Versuchen, die Kampagne zu beenden, derart gnadenlos, dass wir gezwungen waren, schreckliche Dinge zu tun, um die Menschheit als Ganzes zu bewahren.

Hat man aber einmal den Bogen raus, lässt sich aus dem immer gleichen Ablauf eine bis ins letzte Detail optimierte Stadt errichten. Natürlich hat Frostpunk in seinem Genre damit nicht den höchsten Wiederspielwert. Dafür ist die Kampagne beim ersten und zweiten Durchspielen umso fesselnder, hat Gewicht, und die Handlung ist sehr schön geschrieben. Anders als in den Anno- oder Siedler-Kampagnen konkurrieren wir nicht mit anderen hochnäsigen Herrschern um die Gebiete oder sammeln Kontingente von Ressourcen an. Stattdessen geht es einfach ums Überleben, wie in Faster Than Light oder Darkest Dungeon.

Frostpunk ist ein bitteres Vergnügen: Es erlaubt Spielern, tief ins eigene Gewissen zu blicken. Allein dafür lohnt sich der Titel in unseren Augen. Aber auch für reine Aufbau-Fans ist das Ausklamüsern der idealen Stadt im ewigen Eis dank der drei unterschiedlichen Szenarios ein befriedigendes Unterfangen. Sollten, wie vom Entwickler angekündigt, noch mehr kommen, umso besser.

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 Frostpunk im Test: Der letzte Aufbau
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plutoniumsulfat 27. Apr 2018

Der Overdrive ist doch eher für die Kälteperioden, die oft vorkommen. Du kannst ja dann...

Gandalf2210 26. Apr 2018

Nö, es braucht kein Propaganda Zentrum. Abtrünnige ins Gefängnis, bis sie zu besseren...

Gandalf2210 26. Apr 2018

Ich will ja nicht Spoilern, aber da ist noch deutlich Luft nach unten ;) Großes Lob an...

Bouncy 26. Apr 2018

Ja Golem's Vorstellung von einem Alpenpanorama ist schon etwas seltsam, aber so ist das...


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