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Frohes neues Jahr: AT&T schaltet 2G-Netze in den USA endgültig ab

Einer der größten Netzanbieter löst sich im neuen Jahr von seinem 2G-Netzwerk. Während AT&T in den USA das System aufgibt, will T-Mobile USA das Netz weiter anbieten. Vor allem für das Internet der Dinge- und Touristen ist das durchaus noch wichtig.

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So alte Telefone funktionieren bei AT&T nicht mehr.
So alte Telefone funktionieren bei AT&T nicht mehr. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Mit dem Jahreswechsel auf das Jahr 2017 hat AT&T in den USA 2G abgeschaltet. Das US-Telekommunikationsunternehmen wird fortan nur noch 3G und LTE anbieten. Die freigewordenen Kapazitäten sollen für modernere Funktechniken verwendet werden. Die Mindestvoraussetzungen für den Betrieb im AT&T-Netz liegen dann bei einem 3G-Telefon mit 850/1900-MHz-Band-Unterstützung. Kunden, die noch ein 2G-Gerät nutzen, werden von AT&T angeschrieben, das gilt allerdings nicht für Gäste des Netzes.

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Unklar ist, ob Nutzer alter SIM-Cards diese austauschen müssen. Laut AT&T wird die Abdeckung über 3G und LTE vergleichbar mit dem Service über 2G sein. Zudem werden 99 Prozent der US-Bevölkerung erreicht, was allerdings nichts mit der Flächenabdeckung zu tun hat.

AT&T ist in den USA der wichtigste Netzbetreiber im Bereich der W-CDMA-Netzwerke (UMTS, HSPA) und nutzte 2G als Rückfallebene. Selbiges tut T-Mobile USA, das W-CDMA allerdings auf besondere Art und Weise betreibt und auf das AWS-Band für 3G-Verbindungen setzt. Nicht jedes europäische Smartphone beherrscht das und über Jahre hinweg konnten deswegen auch keine iPhones bei T-Mobile genutzt werden.

Nach der Aufgabe von 2G durch AT&T wird T-Mobile die Kunden auffangen, die darauf angewiesen sind. T-Mobile hat das mit den üblichen Seitenhieben des Netzbetreibers gegen AT&T schon länger angekündigt. Doch auch für USA-Besucher ist T-Mobile damit wichtig, wenn das Smartphone oder gar Feature Phone keine umfassende Frequenz- und Standardausstattung hat.

Touristen brauchen 2G

In den USA betreiben Verizon und Sprint nämlich CDMA-Netze unterhalb der LTE-Generation und das ohne SIM-Karte. Notebooks mit Mobilfunkmodem bei gleichzeitiger CDMA-Unterstützung sind durchaus verbreitet, bei Mobiltelefonen älterer Bauart ist das aber ungewöhnlich. Wer als Tourist mit einem älteren Telefon einreist, verbindet sich also überwiegend mit AT&T und T-Mobile. Ersteres bei guter Bandunterstützung des Mobilgeräts mit 3G. Ist die Bandunterstützung aber nicht besonders gut, fiel das Telefon auf das 2G-Netzwerk zurück und damit T-Mobile USA als Roaming-Kunde in das Netzwerk. USA-Reisende sollten das durchaus beachten, insbesondere da es große Flächen ohne Mobilfunknetzwerke gibt, insbesondere bei dem hierzulande üblichen W-CDMA-Netz für UMTS und (DC-)-HSPA(+). Bis 2020 will T-Mobile USA das 2G-Netz weiter betreiben. Auf absehbare Zeit verschwindet die Technik also vollständig in den USA.

Auch andere geben den Standard auf

AT&T ist allerdings nicht der erste Netzbetreiber, der 2G aufgibt. Auch Telstra in Australien hat den Standard bereits aufgegeben. Seit dem 1. Dezember 2016 gibt es dort Telstras 2G-Netz nicht mehr.

Der spanische Konzern Telefonica hat zudem ebenfalls Pläne zum Abschalten von 2G-Netzen, über die wir berichteten. Diese sind aber noch nicht konkret genug, um ein Datum zu nennen.

Eine Abschaltung in Deutschland wäre jedenfalls für die Kunden nicht gut, da auch hierzulande das Netz nicht flächendeckend ausgebaut ist, wie wir eine Woche in Thüringen erlebten.



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cat24max1 02. Jan 2017

In den USA brauchen vor allem so Kartenlesegeräte z. B. in Automaten Internet via 2G.

HibikiTaisuna 02. Jan 2017

Es kann durchaus sein, dass meine Rundreise an der Westkueste nicht fuer die Mitte und...

My1 02. Jan 2017

seh ich im Prinzip ähnlich. mehr oder weniger all geräte die aktuell rausgehen können...

x2k 01. Jan 2017

Der sammelt die eingehenden briefe von allen nachbarn und leitet die zusammen mit hilfe...


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