Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Frodo ist da: XBMC deutlich erweitert - auch für Raspberry Pi und Android

XBMC hat mit der neuen Version 12 ("Frodo") einen großen Sprung nach vorne gemacht. Die freie Mediacenter-Software dient erstmals auch als Videorekorder, spielt HD-Audio und unterstützt nun offiziell das Raspberry Pi sowie Android.
/ Christian Klaß
111 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
XBMX 12 - kann mehr, läuft auf mehr Systemen (Bild: XBMC.org)
XBMX 12 - kann mehr, läuft auf mehr Systemen Bild: XBMC.org

Das XBMC-Team(öffnet im neuen Fenster) hat seine freie und für Linux, Mac OS X und Windows angebotene Mediacenter-Software deutlich vorangebracht. Die Liste der in XBMC 12 "Frodo" enthaltenen neuen Funktionen und Verbesserungen(öffnet im neuen Fenster) umfasst unter anderem die Wiedergabe von Live-TV und Videoaufzeichnungen. Somit wird XBMC nun selbst zum modernen digitalen Videorekorder(öffnet im neuen Fenster) inklusive elektronischem Programmführer (engl. EPG) zur Aufnahmeprogrammierung.

Eine weitere wichtige Neuerung: Erstmals kann mit XBMC auch HD-Audio wiedergegeben werden, wobei XBMC auf seine neue und selbst entwickelte Audioengine (AE)(öffnet im neuen Fenster) zurückgreift. Die unterstützt 24-Bit- und Fließkomma-Audio mit bis zu 384 kHz und kann unter anderem die BD-Tonformate DTS-MA und Dolby True-HD wiedergeben. Zu geplanten AE-Erweiterungen zählen unter anderem Regeln für Ausgabeformate passend zu Hardwarefähigkeiten, verschiedene DSPs, eine Dynamic-Range-Kompression (DRC), Tiefpassfilter für Subwoofer und eine Equalizer-Funktion.

Ab XBMC 12 gehört auch der Raspberry Pi(öffnet im neuen Fenster) offiziell zu den unterstützten Plattformen. Mit der günstigen Platine können stromsparende, eingeschränkt HD-fähige(öffnet im neuen Fenster) Mediaplayer realisiert werden. Es gibt bereits verschiedene fertige, XBMC-zentrierte Linux- und Debian-Distributionen wie Raspbmc(öffnet im neuen Fenster) und XBian(öffnet im neuen Fenster) sowie das eigenständige OpenELEC(öffnet im neuen Fenster).

Eine erste Unterstützung für Android(öffnet im neuen Fenster) gibt es nun ebenfalls. Die aktuelle Android-Version von XBMC basiert auf dem Frodo-Code, es soll sich nicht um eine abgespeckte XBMC-Variante handeln.

Weitere Neuerungen sind der etwa für japanische Zeichentrickfilme (Animes) genutzte H.264-10-Bit-Codec Hi10P, eine 64-Bit-Unterstützung nun auch für Mac OS X, die Möglichkeit für komplexere Skins und eine verbesserte Airplay-Unterstützung.

XBMC 12 Frodo(öffnet im neuen Fenster) steht seit kurzem für Linux, Mac OS X, Windows, Android, Raspberry Pi und gehackte Apple-TVs, iPhones, iPads sowie iPod Touch zur Verfügung. Auch die für XBMC vorkonfigurierte Linux-Distribution XBMCbuntu(öffnet im neuen Fenster) (ehemals XBMC Live) wurde aktualisiert.


Relevante Themen