Abo
  • Services:
Anzeige
Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU)
Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) (Bild: Bundesverkehrministerium)

FRK: Verband bezeichnet Dobrindts Glasfaseraussagen als Lügen

Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU)
Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) (Bild: Bundesverkehrministerium)

Alternative Fakten und Märchen nennt ein Fachverband Aussagen von Alexander Dobrindt zu 80 Prozent Glasfaserausbau an den Häusern. Übermäßige Beschäftigung mit Stickoxid trübe das Wahrnehmungsvermögen.

Der mittelständische Fachverband Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK) hat die Aussagen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zum Glasfaserausbau scharf kritisiert. Dobrindt hatte bei der Vergabe der Förderbescheide in der vierten Runde am 27. Juli erklärt: "Rund 80 Prozent dessen, was wir heute bescheiden, sind Glasfaseranschlüsse an den Häusern. Der Rest wird mit Vectoring oder Hybridtechnologie gemacht."

Anzeige

Der FRK-Vorsitzende Heinz-Peter Labonte sagte dazu am 29. August 2017: "Herr Dobrindt und seine Redenschreiber orientieren sich entweder am Verhalten von US-Präsident Trump mit der Darstellung 'alternativer Fakten' oder an den Gebrüdern Grimm als Märchenerzähler." Beides lege die Vermutung nahe, dass übermäßige Beschäftigung mit Stickoxid das Wahrnehmungsvermögen trüben könne. "Es ist schon erstaunlich, wie weit ein Minister geht, um im Wahlkampf die Dinge als 'alternative Fakten' zu verkünden, die mit der gelebten Realität der Bürger so gut wie nichts zu tun haben. Da muss die Verzweiflung schon angesichts des eigenen immer deutlicher sichtbar werdenden Versagens in der Breitbandpolitik groß sein."

Wie sind die Fakten?

Beim bayerischen Förderprogramm für den Breitbandausbau hatte die Deutsche Telekom rund 80 Prozent der Fördermittel für sich gewinnen können. Zum Bundesförderprogramm veröffentlicht das Bundesverkehrsministerium weiterhin keine konkrete Aufschlüsselung, wie sich die in den vorläufigen Zuwendungsbescheiden genehmigten Fördermittel auf Fiber To The Home (FTTH) und Fiber To The Curb (FTTC) mit Vectoring verteilen. Auch Experten vom Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) vermuten, dass sich bundesweit die Fördermittel - ähnlich wie in Bayern - weitgehend auf die Telekom und Vectoring konzentrieren.

Golem.de hat seit dem 20. Juli 2017 mehrfach beim Bundesverkehrsministerium per E-Mail und telefonisch angefragt, wie sich die Mittel verteilen, und bis heute keine Antwort erhalten. Das Ministerium hofft offenbar, die Angaben bis nach der Bundestagswahl verschleppen zu können.

Bei den Ausbaukosten ist Vectoring tatsächlich erheblich günstiger als FTTH. Bei echter Glasfaser muss der Teil der letzten Meile vom Kabelverzweiger bis zum Gebäude mit Glasfaser ausgebaut und dann auch eine Glasfaser-Inhouse-Verkabelung eingebracht werden.


eye home zur Startseite
Ovaron 03. Sep 2017

Danke! Da hätte ich selbst drauf kommen müssen. War ein anstrengender Tag. In welcher...

Themenstart

Klaus2304 31. Aug 2017

Habs mit Mails an die Parteien und Presse versucht hat auch niemand interessiert.... Bein...

Themenstart

Ovaron 31. Aug 2017

Such mal nach Dorndiehl in Hessen. Ich glaub irgendwas um 520 Einwohner, und selbst die...

Themenstart

Ovaron 31. Aug 2017

Da liegst Du richtig, die Antwort gehört natürlich zum Bullshit den dnns verzapft hat...

Themenstart

bombinho 30. Aug 2017

Knapp daneben, schau noch mal nach, die Telekomdoppelader entspricht etwa Cat3: https...

Themenstart

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster
  3. Der Polizeipräsident in Berlin, Berlin
  4. PTV Group, Karlsruhe


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 399€ + 3,99€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Apple iOS 11 im Test

    Alte Apps weg, Daten weg, aber sonst alles gut

  2. Bitkom

    Ausbau mit Glasfaser kann noch 20 Jahre dauern

  3. Elektroauto

    Nikolas E-Trucks bekommen einen Antrieb von Bosch

  4. HHVM

    Facebook konzentriert sich künftig auf Hack statt PHP

  5. EU-Datenschutzreform

    Bitkom warnt Firmen vor Millionen-Bußgeldern

  6. Keybase Teams

    Opensource-Teamchat verschlüsselt Gesprächsverläufe

  7. Elektromobilität

    In Norwegen fehlen Ladesäulen

  8. Metroid Samus Returns im Kurztest

    Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin

  9. Encrypted Media Extensions

    Web-DRM ist ein Standard für Nutzer

  10. TP Link Archer CR700v

    Einziger AVM-Konkurrent bei Kabelroutern gibt auf



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack
  2. Kreditrating Equifax' Krisenreaktion ist ein Desaster
  3. Best Buy US-Handelskette verbannt Kaspersky-Software aus Regalen

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe
  2. Anki Cozmo ausprobiert Niedlicher Programmieren lernen und spielen

Indiegames-Rundschau: Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
Indiegames-Rundschau
Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
  1. Indiegames-Rundschau Fantasysport, Burgbelagerungen und ein amorpher Blob
  2. Indiegames-Rundschau Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  3. Jump So was wie Netflix für Indiegames

  1. Performance

    flow77 | 20:53

  2. Re: Wir brauchen ein OpenSource Wahlsystem

    Franer | 20:49

  3. Re: Seit Monaten bekannt.

    dynAdZ | 20:47

  4. Re: Letztes Jahr hiess es noch, die Telekom wolle...

    Faksimile | 20:47

  5. Re: Flüchlinge statt innovation

    Faksimile | 20:39


  1. 19:04

  2. 18:51

  3. 18:41

  4. 17:01

  5. 16:46

  6. 16:41

  7. 16:28

  8. 16:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel