Didaktisches Processing nach Handbuch

Das Handbuch ist allerdings für Einsteiger gedacht, genauer gesagt für Jugendliche, die noch wenig Ahnung von Elektronik und der Programmierung des Arduinos haben. Es dutzt die Leser. Und es beginnt einfach. Zunächst wird das Arduino auf eine durchsichtige Kunststoffplatte geschraubt. Daneben können die beiden Steckplatinen aufgeklebt werden. Wie genau die Kunststoffplatten bestückt werden sollen, wird in einer detaillierten schriftlichen Anleitung und einer schematischen Zeichnung dargestellt. Erstes Kapitel: abgehakt.

Im zweiten Kapitel gibt es erste Berührungspunkte mit Schaltplänen und der Arduino-Programmierung. Noch bleibt die Aufgabe recht einfach. Ziel ist es, mit dem Arduino eine LED blinken zu lassen. Im beiliegenden Text gibt es auch eine erste Einführung in die Elektronik. Dabei wird erklärt, dass die LED bei 5 Volt, die das Arduino standardmäßig liefert, zerstört werden kann. Deshalb muss einer der mitgelieferten Widerstände verwendet werden.

Elektronikgrundlagen

Weiter hinten wird in der Anleitung erläutert, was es mit elektrischem Widerstand auf sich hat und welche Maßeinheit dafür verwendet wird. Das Niveau entspricht in etwa dem des Physikunterrichts in der Mittelstufe.

Es ist allerdings später auch von der Programmiersprache Processing die Rede, die dann über das Arduino geschieht. Dafür wird etwa eine digitale Zaubertafel gebastelt. Über die beigelegten Potentiometer wird auf dem Bildschirm eines angeschlossenen Rechners eine Skizze erstellt. Der Neigungsschalter, über den durch Schütteln das Skizzenblatt wieder geleert wird, liegt dem Bastelkasten ebenfalls bei.

So kann sich der angehende Arduino-Bastler von Projekt zu Projekt hangeln. Der Schwierigkeitsgrad steigt zwar gleichmäßig, die Zusatzaufgaben, die die Arduino-Programmierung vertiefen sollen, sind aber teilweise recht kniffelig. Schwieriger wird es im letzten Kapitel, das Processing mit dem Arduino anreißt. Dafür werden bestimmte Java-Bibliotheken und Firmata benötigt, die samt der Software von der Processing-Webseite heruntergeladen werden müssen. Damit lassen sich Projekte realisieren, die die Interaktion zwischen Rechnern umsetzen. Auch hier decken die Aufgaben grundlegende Beispiele dafür ab.

Anreiz für eigene Projekte

Sämtliche Aufgaben im Handbuch sind aber fehlerfrei umgesetzt, und der entsprechende Code funktionierte ebenfalls ohne nachträgliche Korrekturen.

Jede Übung bringt ein Resultat, mit dem gespielt oder weiter gebastelt werden kann. So erhält der Lernende ein klares Ziel, aber auch einen Anreiz, seine eigene Fantasie einzusetzen und sich selbst ein Projekt auszudenken.

Es gibt nur ein kleines Manko: Leider enthält das Buch keine Empfehlungen für das Debuggen, wenn ein Programm nicht wie gewünscht funktioniert.

Fritzing bietet eine freie Software, mit der sich später eigene Schaltpläne und Vorlagen für Leiterplatinen erstellen und dokumentieren lassen. Mit dem Creator Kit will das Projekt sich selbst finanzieren, vor allem aber weitere Entwickler dazu animieren, ihre Projekte über ihre Plattform zu präsentieren. Dort gibt es neben Hilfe im Forum auch Video-Tutorials, die den Einstieg vertiefen sollen.

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 Fritzing Creator Kit im Test: Bastelkasten für Nachwuchs-Arduino-HackerVerfügbarkeit und Fazit 
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