Fritzbox: AVM warnt vor Missbrauch von Telefonverbindung
Der Berliner Routerhersteller AVM warnt Nutzer vor dem möglichen Missbrauch ihrer Fritzbox. Bislang seien einige Dutzend Fälle bekannt, die derzeit untersucht würden, heißt es in einer Mitteilung von AVM(öffnet im neuen Fenster). "Dabei wurde anscheinend von außen auf den Router zugegriffen und ein kostenpflichtiger Telefon-Mehrwertdienst eingerichtet." Der Angriff sei nur dann möglich, wenn der Angreifer über die Kombination aus Mailadresse oder Fritzbox-Benutzername, IP-Adresse der Box und Kennwörtern für Fernzugang und Oberfläche verfüge. Möglicherweise bestehe ein Zusammenhang zu dem kürzlich vom BSI veröffentlichten Diebstahl von 16 Millionen digitalen Identitäten.
Um den Zugriff von außen zu ermöglichen, müsse zudem der HTTPS-Fernzugriff über Port 443 oder der entsprechende Dienst im Router aktiviert worden sein. Falls der Fernzugriff aktiviert ist, empfiehlt AVM, die Passwörter zu ändern. Ebenfalls sollten alle im Einsatz befindlichen Rechner auf Schadsoftware überprüft werden. Sollten in der Telefonkonfiguration ungewöhnliche Rufumleitungen festgestellt werden, seien diese sofort zu entfernen. Dies erläutert AVM auf einer eigenen Seite(öffnet im neuen Fenster). Als weitere Vorsichtsmaßnahme sei auch möglich, eine Telefonsperre für Auslandsrufnummern einzurichten.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hatte jüngst davor gewarnt, dass 16 Millionen Onlinekonten deutscher Nutzer kompromittiert sein könnten. In einer Datenbank, die bei Ermittlungen gegen Botnetz-Betreiber gefunden worden war, befanden sich zu den E-Mail-Adressen auch die dazugehörigen Passwörter.
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