FritzOS ist das Fundament des Routers

Die beste Hardware ist bekanntlich nichts wert, wenn ihr keine gute Software zur Seite steht. AVM hat mit FritzOS seit Jahren ein Betriebssystem für seine Router im Programm, das mittlerweile entsprechend ausgereift ist. Natürlich kommt es auch bei der Fritzbox 6590 zum Einsatz, und dort gibt es zum Betriebssystem des Vorgängermodells praktisch keine Unterschiede. Wer sich ein eigenes Kabelmodem kauft, bekommt die Software sogar so wie vom Hersteller vorgesehen. Die Kabelanbieter hingegen, die ihren Kunden Leihmodems anbieten, verunstalten FritzOS oft bis zur Unkenntlichkeit und entfernen Funktionen nach Gutdünken.

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Noch immer ermöglicht es FritzOS, DECT-Telefone per Knopfdruck am Gehäuse der Box direkt mit dieser zu verbinden und nach der Eingabe von SIP-Credentials über die Box zu telefonieren. Anrufbeantworter sind ebenfalls in FritzOS integriert, so dass sich bis zu fünf davon konfigurieren lassen.

  • Zum Lieferumfang gehören auch ein Koaxkabel, ein CAT5-Netzwerkkabel, ein F-Stecker-Adapter, das Netzteil sowie Dokumentation. (Bild: Martin Loschwitz)
  • Die 6590 steht anders als ihr Vorgänger hochkant, was für deutlich bessere Kühlung des Gerätes sorgt. (Bild: AVM)
  • Bei den Anschlüssen hat sich im Vergleich mit dem Vormodell wenig getan: 1x F-Stecker, 2x RJ11, 1x S0, 2x USB 2.0, 4x RJ45, Koax und Strom. (Bild: Martin Loschwitz)
  • Ein Assistent begleitet den Anwender durch die Einrichtung der Box nach dem ersten Anschließen. (Screenshot: Martin Loschwitz)
  • Die Fritzbox 6590 spricht EuroDOCSIS 3.0 und kann maximal 32 Kanäle bündeln, was zu einem Downstream von 17300 Mbit/s führt. (Screenshot: Martin Loschwitz)
  • Ohne Probleme beherrscht die Fritzbox 6590 ab Werk echtes Dual-Stack mit IPv4 und IPv6. (Screenshot: Martin Loschwitz)
  • Wer einen angemeldeten Kabelanschluss hat, kann mit der 6590 sein DVB-C-Signal ins heimische Netz streamen. (Screenshot: Martin Loschwitz)
Ein Assistent begleitet den Anwender durch die Einrichtung der Box nach dem ersten Anschließen. (Screenshot: Martin Loschwitz)

Unverändert ist auch, dass die Fritzbox wahlweise im Einsteigermodus oder im Expertenmodus konfigurierbar ist: In letzterem finden sich viele Optionen, die versierte Nutzer möglicherweise benötigen. Nicht alles funktioniert perfekt: Wer etwa einzelnen Geräten eine feste IP-Adresse zuweisen möchte, kann das per FritzOS-Webinterface tun. Gelegentlich vergisst das Gerät allerdings - wie das Vorgängermodell - einzelne Geräte und stattet sie mit einer neuen IP aus dem Pool aus.

FritzOS fungiert auf Wunsch als NAS, wenn eine Festplatte angeschlossen ist. Und wer von unterwegs per VPN auf die Fritzbox zugreifen möchte, kann dazu eine IPsec-Verbindung einrichten. Wer MyFritz konfiguriert, kann zudem per Webinterface über die MyFritz-Website auf seine NAS-Geräte zugreifen, so dass IPsec gar nicht zwingend nötig ist. Letztlich hat AVM mit FritzOS sein ganz eigenes kleines Ökosystem geschaffen: Die diversen Erweiterungsgeräte, etwa die WLAN-Extender oder die PowerLine-Adapter, lassen sich mit FritzOS völlig problemlos koppeln. In Konkurrenz zu Netgear, Asus, Google & Co. hat AVM künftig auch eine WLAN-Mesh-Produktreihe im Angebot: Damit soll sich sich die Reichweite von WLANs innerhalb des Hauses in naher Zukunft vergrößern lassen, wobei die WLAN-Clients nahtlos zwischen den einzelnen AVM-Geräten hin- und hergereicht werden.

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Im Test verlief die Inbetriebnahme der Fritzbox 6590 komplikationslos. Nach dem Anschließen an die Kabelverbindung poppte die Vodafone-Registrierung für private Modems auf. Sobald diese abgeschlossen war, ging die Fritzbox im echten Dual-Stack-Betrieb mit echter IPv4-Adresse und echter IPv6-Adresse ins Netz. Die Einrichtung eines DECT-Telefons sowie einer separaten WLAN-SSID und einer statischen DHCP-Konfiguration funktionierten ebenfalls problemlos. Was auffällt: Die Firmware der 6590 reagiert deutlich flinker als die der 6490. Das hat mit Veränderungen zu tun, die AVM in FritzOS 6.83 umgesetzt hat. Exakt dieselben Veränderungen soll die Fritzbox 6490 allerdings auch erhalten - die eigentlich schon verfügbare Version 6.83 hat AVM für die Fritzbox 6490 allerdings zurückgezogen. Gleicht AVM die Firmware der 6490 allerdings an die der 6590 an, sollten die Geräte in Sachen Geschwindigkeit beim GUI vergleichbar flink sein.

DVB-C-Stream ins Netz

Vom Vorgängermodell geerbt hat die Fritzbox 6590 die Funktion, das ohnehin am Kabel anliegende DVB-C-Signal ins heimische Netz zu streamen: Über das GUI der Box stehen für die einzelnen Kanäle Links zur Verfügung, die sich etwa per VLC öffnen lassen. Im Test funktioniert das ausgezeichnet, wenn auch mit einer Einschränkung: Nur die Sender, die nicht grundverschlüsselt sind, lassen sich so im Netz verteilen. Weil die Fritzbox keine Möglichkeit bietet, Smartcards per CI+-Modul anzubinden, empfängt man die privaten Fernsehsender lediglich in SD-Auflösung. Die öffentlich-rechtlichen Programme lassen sich auch in HD streamen.

Übrigens: Damit man per Fritzbox DVB-C ins Netz streamen kann, muss man beim eigenen Kabelanbieter freilich einen Vertrag über Kabel-TV abgeschlossen haben. Die Kabelanbieter sind in den vergangenen Jahren dazu übergegangen, per Filter den Empfang der TV-Frequenzen für jene Anschlüsse im Haus zu unterbinden, die keinen gültigen TV-Vertrag haben. Wenn die Fritzbox also partout keine Sender findet, liegt das vermutlich am eingebauten Filter.

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 Starkes Wi-FiFazit 
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qq1 05. Feb 2020

hatte lange zeit eine 6490 privat am laufen. aus erfahrung mit bauähnlichen dsl-routern...

Lutz Burkert 28. Okt 2018

Ich habe einen sehr kleinen Kabelanbieter und kann mich deshalb nicht auf der Fritzbox...

Melibokus 10. Aug 2018

Super ... VIELEN DANK... !! :-) sind es tatsächlich doch nur Klips? Bei...

LinuxMcBook 03. Dez 2017

Was spricht dagegen den Mobiltelefonen eine feste interne IP zuzuweisen und durch die...



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