Fritz OS 5.20: Fritzbox 7390 nutzt fremde Internetverbindung mit

Die neue Fritzbox-7390-Firmware " Fritz!OS 5.20(öffnet im neuen Fenster) " bringt viel Neues - und sie trägt erstmals nach außen hin die Bezeichnung OS. Damit will AVM(öffnet im neuen Fenster) nun stärker sichtbar machen, was seine WLAN-Router alles leisten. Ob künftig auch Plugins oder Apps von Dritten auf der Fritzbox Platz finden werden, ist hingegen noch nicht klar - AVM schließt es nicht aus, will dann aber eher auf HTML5 setzen als auf proprietären App-Code.
Mit dem Fritz OS 5.20 führt AVM einige interessante neue Funktionen ein. Eine der interessantesten ist, dass sich die Fritzbox 7390 bei einem Ausfall der Internetverbindung mit einem in Funkreichweite befindlichen beliebigen anderen WLAN-Router verbinden und darüber eine andere Internetverbindung mitnutzen kann.
Besser informiert und vernetzt
Fritzbox-Besitzer sollen künftig besser über die Qualität der Internetverbindung informiert werden. Per E-Mail erhalten sie auf Wunsch täglich oder wöchentlich einen grafischen Überblick über Datenraten und die Qualität ihrer Internetverbindung. Aktuelle IPv4- und IPv6-Adressen des WLAN-Routers werden auf Wunsch ebenfalls per E-Mail verschickt.
Unabhängig davon gibt es nun neben einem WLAN- auch einen LAN-Gastzugang. Auf der Netzwerkübersicht der überarbeiteten Benutzeroberfläche der Fritzbox werden aktive Geräte, Nutzer und Gäste übersichtlicher angezeigt. Die Webseiten von in Netz eingebundenen Geräten lassen sich nun mit einem Klick anzeigen, was etwa die Konfiguration erleichtert. Auch zu AVMs Powerline-Adaptern im Heimnetz zeigt das Fritz OS 5.2 Informationen an.
Eine Fritzbox lässt sich nun mit eigenem Namen versehen, der dann für die Heimnetz-Anzeige, den Mediaserver, die Benutzeroberfläche und die SSID des WLANs übernommen wird. Das soll ebenfalls für mehr Übersicht im Heimnetz sorgen, etwa wenn mehrere Fritzboxen parallel betrieben werden.
MyFritz ermöglicht mobilen Datenzugriff
Das Firmware-Update macht den WLAN-Router zum auch über das Internet erreichbaren NAS; Dokumente, Musik, Fotos oder sonstige Daten können so von überall her verschlüsselt mit dem Notebook, Smartphone oder Tablet abgerufen werden. Die Daten müssen dazu nur auf einem an der Fritzbox über USB angeschlossenen Speicherstick oder einer Festplatte bereitliegen. Der Zugriff erfolgt über AVMs kostenloen MyFritz-Dienst, für den sich der Nutzer keine IP-Adresse merken muss. Über MyFritz stehen auch Apps und Bookmarks zur Verfügung.
Da Wake on LAN nun auch über das Internet unterstützt wird, sollen PC, NAS oder Server schon beim Empfang des ersten Datenpaketes automatisch aus dem Standby aufwachen.
Telefonie verbessert
Die Telefonfunktion der Fritzbox 7390 wird ebenfalls erweitert: Das im WLAN-Router gespeicherte Telefonbuch für AVMs DECT-Telefone ( Fritzfon(öffnet im neuen Fenster) ) und Smartphones mit der Fritzapp Fon lässt sich nun auch mit den privaten Onlinetelefonbüchern bei Google, GMX und Web.de synchronisieren. Die Fritzbox informiert zudem auf Wunsch per E-Mail über verpasste Anrufe und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter.
Auf dem neuen Fritzfon-Startbildschirm werden nun Anzahl und Typ neuer Nachrichten angezeigt. Eingehende Anrufe werden für bessere Lesbarkeit in extra großer Schrift angezeigt. Zudem gibt es mehr voreingestellte Internetradiostationen und mehr für Fritzfon optimierte DECT-Klingeltöne. WLAN-Telefonate über die Fritzapp Fon sollen nun zugunsten eines störungsfreien Betriebs im WLAN ab sofort bevorzugt behandelt werden.
Nicht nur für die 7390
Neben der Fritzbox 7390 sollen bald auch weitere Fritzbox-Modelle von den Vorzügen des Fritz OS 5.2 profitieren können. Noch steht die neue Firmware aber nur für die Fritzbox 7390 zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.



