Friedrich Joussen: Vodafone Deutschland bekommt einen neuen Chef

Friedrich Joussen verlässt die deutsche Landestochter und geht nach unbestätigten Informationen in die Konzernzentrale von Vodafone nach London.

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Friedrich Joussen posiert für ein Werbefoto des Unternehmens.
Friedrich Joussen posiert für ein Werbefoto des Unternehmens. (Bild: Vodafone)

Der Chef von Vodafone Deutschland, Friedrich Joussen, gibt seine Position im Herbst 2012 auf und wechselt möglicherweise in die Konzernzentrale nach London. Dies erfuhr Golem.de aus informierten Kreisen. Nachfolger wird Jens Schulte-Bockum, derzeit Chef von Vodafone Niederlande.

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Schulte-Bockum wird bereits zum 1. April 2012 als Chief Operating Officer (COO) das Tagesgeschäft bei Vodafone Deutschland führen.

Die Personalie werde schon seit einigen Monaten vorbereitet. Nach mehr als 20 Jahren bei Mannesmann und Vodafone, und neun Jahre davon an der Spitze in Deutschland als COO und Vorstandschef, sei für Joussen der richtige Zeitpunkt gekommen, sich neuen Herausforderungen zu stellen, hieß es. Welche Position er künftig in der britischen Konzernführung übernimmt, sei noch nicht bekannt.

Wurde Joussen nach Streit mit Konzernführung weggelobt?

Vorher hatte das Magazin Focus berichtet, dass die Konzernführung Vodafone Deutschland zwinge, die geplanten Investitionen in den Mobilfunknetzwerkausbau zu reduzieren. Darüber sei Joussen verärgert und bereite sein baldiges Ausscheiden aus dem Unternehmen vor. Vodafone Deutschland verzeichnet anders als das übrige krisengeschüttelte europäische Geschäft hohe Gewinne und Umsätze, doch die Konzernführung investiere seit einigen Jahren verstärkt in anderen Ländern, berichtete Focus. Vodafone Deutschland hat dies offiziell dementiert: Die Investitionen in den Mobilfunknetzausbau seien erhöht worden. 9,5 Millionen Haushalte seien von Vodafone mit LTE abgedeckt und 100.000 Kunden gewonnen. Obwohl erst sechs Monate in der Vermarktung, habe Vodafone TV bereits 100.000 Kunden.

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