Abo
  • Services:

Fret Zealot im Test: Lernen mit Lichteffekten

Mit einem ungewöhnlichen, aber naheliegenden Ansatz will Fret Zealot Käufern das Gitarrespielen beibringen. Bunte LEDs auf dem Griffbrett der Gitarre sollen das Lernen vereinfachen. Wir haben ausprobiert, ob das klappt oder nur als Deko taugt.

Ein Test von veröffentlicht am
Fret Zealot (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

In der Vergangenheit haben wir bereits verschiedene computer- und smartphonebasierte Programme ausprobiert, um selbstständig Gitarre zu lernen. Unsere größte Schwierigkeit war dabei stets, dass unser Blick hektisch zwischen einem Display und dem Griffbrett hin- und herhuschte. Fret Zealot löst das Problem auf naheliegende Weise: Die Griffanweisungen liefern uns auf das Griffbrett geklebte, bunte LEDS. Wir erhalten unsere Lektionen also da, wo unser Blick sein sollte.

Inhalt:
  1. Fret Zealot im Test: Lernen mit Lichteffekten
  2. Ohne App blinkt nichts
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Gesteuert werden die LEDs allerdings per Smartphone. Also heißt es doch wieder, ständig auf- und abzuschauen? Oder folgt das Produkt dem Trend der vergangenen Jahre, einfach alle möglichen Objekte mit LEDs und Bluetooth zu versehen? Der Hersteller Edge Tech Labs hat uns ein Testexemplar zur Verfügung gestellt und wir haben das Fret Zealot ausprobiert.

Putzen, kleben, lernen

Für ein paar kleine LEDs ist das Fret-Zealot-Paket unerwartet groß. Die LEDs befinden sich auf einer flexiblen Klebeleiste mit Zinken, die an einen Rechen erinnert. Die eigentliche Steuerungselektronik und Bluetooth-Einheit befindet sich zusammen mit einem Akku in einer relativ klobigen, robusten Box. Damit diese nicht am Gitarrenhals herumbaumelt, wird sie per ebenfalls mitgelieferter Klammer am Gitarrenkopf befestigt. Auch ein einfacher Smartphoneständer ist im Lieferumfang enthalten.

  • Fret-Zealot-Set (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die LEDs sind sehr dünn. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ohne Umsicht droht hier Kabelbruch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das gilt auch für die Befestigung der Elektronik. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die LEDs geben die Darstellung in der App wieder. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hauptmenü der App (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Jedem Finger ist eine Farbe zugeordnet.(Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Das Griffbild wird in der App angezeigt.(Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Einführungslektionen befinden sich in den Untiefen des Menüs. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Liste an Bands und ihren Liedern zum Nachspielen ist lang. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Parallel zur Darstellung in der App sehen wir auch die entsprechenden LEDs aufleuchten. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Wer genug hat vom Üben, startet die Lichtershow. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
Fret-Zealot-Set (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bevor wir mit dem Lernen loslegen können, ist etwas Arbeit angesagt. Die notwendige Montage des Klebestreifens schildert eine kleine gedruckte Anleitung, alternativ wird sie auch per Youtube-Video erklärt. Wir müssen die Saiten lösen und den Gitarrenhals säubern. Dann heißt es, vorsichtig den Streifen aufzukleben. Das verlangt eine ruhige Hand und ein gewisses Augenmaß. Wir sind beeindruckt, als wir damit fertig sind. Unsere Befürchtung, die LED-Leiste wäre womöglich zu hoch und würde das Spiel beeinflussen, bewahrheitet sich nicht. Die Metallstege am Hals sind mehr als doppelt so hoch, in der Seitenansicht ist die Leiste kaum sichtbar.

Stellenmarkt
  1. abilex GmbH, Stuttgart, Hechingen
  2. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Rheinbach

Die LED-Leiste soll für alle gängigen E-Gitarren und akustischen Gitarren für Erwachsene passen, bei unserer E-Gitarre hatten wir keine Probleme. Rockfans dürfte es stören, dass die Leiste nur Bund 1 bis 14 abdeckt. Das ist für uns nachvollziehbar, denn die höheren Bünde befinden sich teilweise bereits auf dem Korpus und dort fehlt dann der Platz für die Leiste.

Kabelbruch droht

Nicht ganz so überzeugend finden wir die Verbindung zur Elektronikbox und ihre Befestigung. Von der LED-Leiste geht ein kurzes Kabel zu einer Klinkenbuchse ab. Die Verbindung der Leiste mit dem Kabel ist zwar mit Schrumpfschlauch geschützt, er bietet aber nur geringen mechanischen Schutz und kaum Zugentlastung. Wer hier nicht aufpasst, muss früher oder später mit einem Kabelbruch rechnen.

In die Buchse stecken wir dann ein weiteres kurzes Kabel mit zwei Steckern. Das zweite Ende geht in die Box. Jetzt befestigen wir die Box zuerst mit zwei Schrauben an der Klammer und die Klammer packen wir an den Gitarrenkopf. Angst um den Gitarrenlack müssen wir nicht haben, die Backen sind gut gepolstert. Allerdings ist die Befestigung aufgrund der Form der Klammer und unseres glatten Gitarrenlacks nicht so stabil, wie wir uns das wünschen. Später stellen wir zwar beim Üben fest, dass die Konstruktion hält - aber nur weil wir die notwendige Umsicht haben. Die Klammer löst sich leider schon bei leichten Stößen, wenn sie im falschen Winkel erfolgen. Eine Schraubzwinge wäre uns hier deutlich lieber. Wir gewöhnen uns deshalb auch schnell an, die Box abzunehmen, wenn wir nicht üben.

Auch zum Aufladen des fest verbauten Akkus nehmen wir die Box ab. Das erforderliche Micro-USB-Ladekabel ist dabei, ein Netzteil nicht. Eine rote LED signalisiert uns den Ladevorgang. Leider erfahren wir nichts über den Ladezustand. Selbst die zugehörige App zeigt uns ihn nicht an, wie wir herausfinden werden.

Ohne App blinkt nichts 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 529€ (Bestpreis!) - Das Galaxy Tab E erhalten Sie im Rahmen der Superdeals-Aktion von Samsung.
  2. 375€ (Vergleichspreis Smartphone je nach Farbe ca. 405-420€. Speicherkarte über 30€)
  3. 279€ - Bestpreis!
  4. 186,55€ (Vergleichspreis 219,99€)

wupme 30. Aug 2018 / Themenstart

Quatsch mit Soße, und schon im Mittelalter haben die Leute meist von anderen gelernt...

wupme 30. Aug 2018 / Themenstart

Doch genau das lernt man, am Anfang starrt jeder erst mal auf das Griffbrett. Hier wird...

wupme 30. Aug 2018 / Themenstart

https://fretlight.com/ Sehr interessantes Konzept, für Anfänger oder Fortgeschritten fürs...

Targi 30. Aug 2018 / Themenstart

Hier wird leider vieles durcheinander geworfen. Komponieren, Improvisieren...

Targi 30. Aug 2018 / Themenstart

EIne Gitarre ist, wie jedes andere Instrument, auch für Anfänger geeignet. Nur, wer den...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia XZ3 - Hands on (Ifa 2018)

Das neue Xperia XZ3 von Sony kommt mit Oberklasse-Hardware und interessanten Funktionen, die dem Nutzer den Alltag erleichtern können. Außerdem hat das Gerät einen OLED-Bildschirm, eine Premiere bei einem Smartphone von Sony.

Sony Xperia XZ3 - Hands on (Ifa 2018) Video aufrufen
Amazon Alexa: Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass
Amazon Alexa
Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass

Amazon hat einen Subwoofer speziell für Echo-Lautsprecher vorgestellt. Damit sollen die eher bassarmen Lautsprecher mit einem ordentlichen Tiefbass ausgestattet werden. Zudem öffnet Amazon seine Multiroom-Musikfunktion für Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller.

  1. Beosound 2 Bang & Olufsen bringt smarten Lautsprecher für 2.000 Euro
  2. Google und Amazon Markt für smarte Lautsprecher wächst weiter stark
  3. Alexa-Soundbars im Test Sonos' Beam und Polks Command Bar sind die Klangreferenz

Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

    •  /