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Frequenzpolitik: 5G bietet "nur einen Bruchteil" von 6G

Das Bundesdigitalministerium beschreibt erstmals, was 6G sein könnte. Der obere Bereich von 6 GHz wird hier wichtiger.
/ Achim Sawall
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Gertrud Husch, Abteilungsleiterin beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr, am 21. Juni 2023 auf dem Basecamp. (Bild: Basecamp/Screenshot: Golem.de)
Gertrud Husch, Abteilungsleiterin beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr, am 21. Juni 2023 auf dem Basecamp. Bild: Basecamp/Screenshot: Golem.de

6G werde erheblich mehr bieten als der gegenwärtige Mobilfunkstandard 5G. Das erklärte Gertrud Husch, Abteilungsleiterin beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), am 21. Juni 2023 auf dem Basecamp: Debate Strategische Frequenzpolitik(öffnet im neuen Fenster) .

"Man geht aktuell davon aus, dass bei 6G Datenübertragungsraten von mehreren 100 GBit/s erreicht werden können. 5G bietet im Vergleich nur einen Bruchteil. Es geht also mindestens um eine Verzehnfachung" , sagte Husch.

Deswegen kämen auch "so viele interessante Anwendungsfälle hinzu. Wir gehen davon aus, dass solche Anwendungen bereits ab 2030 möglich sein werden" , betonte Husch.

Um dies zu realisieren, brauchten die Mobilfunkbetreiber laut Husch "Planungssicherheit und Rechtssicherheit" . Wichtige Entscheidungen ihres Ministeriums für die nächsten Jahre müssten schon heute "gut vorbereitet werden" , so Husch.

6G-Frequenzen müssen her

Rahmenbedingungen für die Netzbetreiber seien "ausreichend Frequenzen für diese Anwendungen" . Hier sei das UHF-TV-Spektrum wichtig, wo man sich zur Weltfunkkonferenz im November 2023 in Dubai "größtmögliche Flexibilität" bewahrt habe. "Berechtigte Bedarfe des Rundfunks, aber auch des Militärs" , seien unstrittig, erklärte Husch.

Im oberen Bereich von 6 GHz sei "die Lage nicht einfacher" . Auch hier habe die Bundesregierung eine "offene Herangehensweise. Wir wollen keine ausschließliche Identifizierung für einen Bereich, sondern die Nutzung durch den öffentlichen Mobilfunk als auch für WLAN" , erklärte Husch. Nützlich dafür wäre es, wenn die "Bedarfsträger nicht aufeinander herumhacken" würden.


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