Frequenzen: Vodafone will 2G erst Ende 2030 auslaufen lassen
Telefónica und Vodafone werden ihre Planung für die 2G-Abschaltung nach der Ankündigung der Deutschen Telekom erst einmal nicht ändern. Das erklärten die beiden Mobilfunkbetreiber Golem.de auf Anfrage. Die Telekom hatte als erster Mobilfunkbetreiber in Deutschland einen Termin für die geplante Abschaltung ihres 2G-Netzes zum 30. Juni 2028 genannt.
Telefónica-Sprecher Klaus Schulze-Löwenberg erklärte, "2G bleibt als Basisnetz für mobile Telefonie und SMS vorerst bestehen" . Bei etwaigen Änderungen würde man Kunden rechtzeitig vorab und gemäß ihrem Vertrag informieren. Telefónica hatte der Telekom und Vodafone angeboten, ein gemeinsames 2G-Netz zu betreiben, um die Frequenzen besser zu nutzen. Doch dazu kam es nicht.
Vodafone plant, die verfügbaren Netzkapazitäten für die 2G-Technologie voraussichtlich bis Ende 2030 in Deutschland schrittweise abzuschalten. "Zu diesem Zeitpunkt wird die Technologie fast 40 Jahre alt sein, und ein Großteil der zugrundeliegenden Geräte wird bis dahin ausgedient haben und von den Anbietern nicht mehr unterstützt werden" , sagte Tanja Richter, Technik-Chefin von Vodafone Golem.de.
Mehr Kunden telefonieren über LTE
Man wolle eine "reibungslose Migration von 2G zu anderen Netzen" gewährleisten – für Handys und das Internet der Dinge. Die meisten Kunden nutzten bereits heute Telefone und Geräte, die mit neueren, schnelleren und energieeffizienteren Technologien wie 4G und 5G arbeiten, und würden keine Auswirkungen spüren. "Der Anteil der Kunden, die über LTE telefonieren, steigt zudem kontinuierlich an" , erklärte Richter.
1&1 setzt bei seinem neuen Open-RAN-Netz nur auf die Mobilfunkstandards 4G (LTE) und 5G und nicht auf 2G.
Dem GSM-Mobilfunkstandard sind in Deutschland die Frequenzbereiche von 890 bis 915 MHz und von 935 bis 960 MHz (GSM 900) sowie von 1.710 bis 1.785 und von 1.805 bis 1.880 MHz (GSM 1800) zugeordnet.
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