Frequenzen: Umkämpftes 450-MHz-Spektrum erreicht nur 1 bis 5 MBit/s

Im Streit zwischen Energiewirtschaft und Blaulichtorganisationen geht es nur um sehr niedrige Datenraten. Doch die reichen den Versorgern offenbar.

Artikel veröffentlicht am ,
Smart Meter von Discovergy
Smart Meter von Discovergy (Bild: Discovergy)

Für die in diesem Jahr frei werdenden Frequenzen im 450-MHz-Spektrum hat neben der Energiewirtschaft auch der Betreiber des Digitalfunks für Einsatz- und Rettungskräfte Bedarf angemeldet. Doch in den bisherigen Netzen, die diese Bereiche nutzen, werden nur Datenraten von 1 bis 5 MBit/s erreicht, hat Golem.de aus informierten Kreisen erfahren. Es handelt sich um regionale CDMA-Netze.

Stellenmarkt
  1. Fachinformatiker (w/m/d) Schwerpunkt Microsoft Client, Server
    Computacenter AG & Co. oHG, verschiedene Standorte
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Triology GmbH, Braunschweig
Detailsuche

Bei der aktuellen Diskussion um die 450-MHz-Frequenzvergabe geht es um zweimal 4,74 MHz (451,00-455,74 MHz/461,00-465,74 MHz), die zu vergeben sind.

Ein Sprecher des Verbands kommunaler Unternehmen sagte Golem.de auf Nachfrage: "Bei den anvisierten Anwendungen für die Energiewende und den Schutz der kritischen Infrastrukturen sind für die Energiewirtschaft nicht die Datenrate, sondern die physikalischen Eigenschaften der 450-MHz-Funkfrequenz entscheidend." Ein Beispiel seien die kurzen Latenzzeiten der 450 MHz-Frequenz: Sie ermöglichten es, Millionen von Geräten aus den Bereichen Netztechnik, Smart Meter Gateways oder Ladeinfrastruktur durch Machine-to-Machine-Kommunikation mit kleinen Datenvolumen in Echtzeit anzusteuern.

Zudem sei im Gegensatz zu anderen Frequenzen eine gute Gebäudedurchdringung sogar bei dicken Mauern möglich, so dass Smart Meter für die Energiewende genutzt werden könnten. "Eine gezielte Steuerung ist notwendig, um das Stromnetz stabil zu halten und so eine sichere, zunehmend dezentrale Energieversorgung aus erneuerbaren Energien zu ermöglichen", erklärte der Sprecher.

Golem Akademie
  1. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.–24. November 2021, Virtuell
  2. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.–23. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Zudem sei die 450-MHz-Funkfrequenz krisensicher, besonders, da sie auch bei einem Stromausfall funktionstüchtig bleibe (schwarzfallfest). Daher sei entscheidend, dass kommunale Unternehmen eine krisen- beziehungsweise ausfallsichere Kommunikationsinfrastruktur wie die 450-MHz-Frequenzen zur Steuerung nutzen könnten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ashahaghdsa 12. Mär 2020

Hab ich doch geschrieben, die Telekom (o.Ä.) bekommt extra Spektrum, das im Krisenfall...

Pitstain 11. Mär 2020

Den Drecks DAB+ Schrott mir seinen 64-80Kbit/s kannste gerne behalten, UKW Lossless...

Pitstain 11. Mär 2020

Ich habe was bis 500mW gefunden, das ist schon heftig bei Dauerbetrieb. Im...

Pitstain 11. Mär 2020

Wie hier schon vor Wochen in einen anderen Beitrag diskutiert, bringen Smartmeter bei...

Pitstain 11. Mär 2020

Ganz genau!!! Was mich interessiert, die das schon haben und mit extraFunk Modulen oder...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kursabsturz
Teamviewer-Chef spricht über schwere hausgemachte Fehler

Die vielen neuen Mitarbeiter seien nicht richtig eingearbeitet worden. Und die Ziele von Teamviewer seien zu hochgesteckt gewesen, sagt Oliver Steil.

Kursabsturz: Teamviewer-Chef spricht über schwere hausgemachte Fehler
Artikel
  1. Amazon-Go-Konkurrenz: Rewe eröffnet ersten kassenlosen Supermarkt
    Amazon-Go-Konkurrenz
    Rewe eröffnet ersten kassenlosen Supermarkt

    Kameras und Sensoren überwachen Kunden in Rewes kassenlosem Supermarkt. Bezahlt wird mit dem Smartphone.

  2. NDR und Media Broadcast: Fernsehen über 5G wird breit ausgestrahlt
    NDR und Media Broadcast
    Fernsehen über 5G wird breit ausgestrahlt

    Fernsehen kann auch über 5G laufen. Auf 578 MHz kann das jetzt ausprobiert werden. NDR und Media Broadcast machen es möglich.

  3. Smartphone-Tarife: Tchibo bietet Jahres-Tarif mit 72 GByte
    Smartphone-Tarife
    Tchibo bietet Jahres-Tarif mit 72 GByte

    In diesem Jahr stehen drei unterschiedliche Jahres-Tarife für Tchibo-Kunden zur Wahl.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Speicherprodukte von Sandisk & WD zu Bestpreisen (u. a. Sandisk SSD Plus 2TB 140,99€) • Sapphire Pulse RX 6600 497,88€ • Epos H3 Hybrid Gaming-Headset 144€ • Apple MacBook Pro 2021 erhältlich ab 2.249€ • EA-Spiele für alle Plattformen günstiger • Samsung 55" QLED 699€ [Werbung]
    •  /