Frequenzen: Starlink wird die Datenrate stark erhöhen
Starlink hat von der US-Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) Zugang zum E-Band erhalten. Das gab die FCC zuvor bekannt(öffnet im neuen Fenster). Bislang verwendet der Satelliteninternetanbieter Ka- und Ku-Band-Spektrum.
Die Zuteilung ermöglicht es dem Netzbetreiber, die "Frequenzbänder 71,0 bis 76,0 GHz (Space-to-Earth) und 81,0 bis 86,0 GHz (Earth-to-Space)" für 7.500 Starlink-Satelliten der zweiten Generation zu nutzen. Die Regulierungsbehörde erklärte, die Freigabe werde "den Verbrauchern zugutekommen, da sie die Kapazität des Gen2-Starlink-Systems erweitert".
SpaceX plant, das E-Band-Spektrum zu nutzen, um die Backhaul-Kommunikation zwischen den Starlink-Satelliten und den Gateway-Bodenstationen zu verbessern, die wiederum an Glasfasernetze angebunden sind. Bereits im Februar 2023 twitterte SpaceX(öffnet im neuen Fenster), dass man die E-Band-Frequenzen für Backhaul-Zwecke nutzen werde, was ermögliche, dass Satelliten der zweiten Generation in der Lage sind, "~4x mehr Kapazität pro Satellit bereitzustellen als frühere Iterationen". Diese Schätzung ist jedoch konservativ: Es dürfte sich nach grober Schätzung auf Grundlage der öffentlich einsehbaren Frequenzen um mehr als das Fünffache handeln.
Starlink: FCC sieht keine neuen Frequenzkonflikte
Die FCC erklärte: "Bis zu 32 Satelliten können gleichzeitig an ein einziges Gateway senden, so dass maximal 64 Gleichfrequenzstrahlen zugleich an dieselbe Erdstation senden". Die Verwendung des E-Band-Spektrums durch SpaceX sollte "keine neuen oder verstärkten Frequenzkonflikte mit anderen Satellitenbetrieben darstellen".
SpaceX schoss im Februar 2024, wie Golem.de zuvor berichtete, die erste Charge der Starlink-Satelliten der zweiten Generation ins All. Die Starlink-V2-Mini-Satelliten sind etwa doppelt so schwer wie die der ersten Generation.
Starlink ist ein Satellitennetzwerk, das aktuell aus rund 3.700 Satelliten besteht. SpaceX plant insgesamt 30.000 Gen2-Satelliten auszusetzen, zusätzlich zu den 4.400 Gen1-Satelliten, die von der FCC schon zugelassen sind.
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