Frequenzen: Die USA kommen bei wichtigem 5G-Bereich sehr spät

Sehr spät geben die USA ihren Mobilfunkbetreibern das wichtige C-Band für ihre 5G-Netze. Das weiß auch die neue Chefin der FCC, Jessica Rosenworcel. Netzbetreiber geben über 81 Milliarden US-Dollar für 5G aus.

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Die neue designierte Chefin der US-Behörde FCC
Die neue designierte Chefin der US-Behörde FCC (Bild: FCC)

In den USA haben fünf große Bieter zusammen einen Betrag von 81 Milliarden US-Dollar für wichtige 5G-Frequenzen m C-Band ausgegeben. Das gab die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) in dieser Woche bekannt. "Für die wirtschaftliche Erholung Amerikas ist es wichtig, dass wir das Versprechen von Mobilfunkdiensten der nächsten Generation für alle und überall einhalten", sagte Jessica Rosenworcel, amtierende Vorsitzende der FCC, in einer Erklärung. "Diese Auktion ist eine Verschiebung des Ansatzes unseres Landes bei 5G hin zum Mittelbandspektrum, das einen schnellen, zuverlässigen und allgegenwärtigen Service bieten kann, der zu anderen Akteuren konkurrenzfähig ist."

Verizon, das unter dem Namen Cellco Partnership bot, gab am meisten für die Auktion aus und muss 45 Milliarden US-Dollar für 3.511 Frequenzlizenzen überweisen. AT&T hat 23 Milliarden US-Dollar für 1.621 Lizenzen geboten. T-Mobile hatte das dritthöchste Gebot von 9 Milliarden US-Dollar für 142 Lizenzen abgegeben.

Der regionale Mobilfunkanbieter US Cellular bot 1,3 Milliarden US-Dollar für Lizenzen in bestimmten Bereichen. Eine Tochtergesellschaft des Private-Equity-Unternehmens Grain Management gab etwas weniger als diesen Betrag aus.

Andere Bieter blieben bei der Auktion weitgehend am Rande. Eine Tochtergesellschaft der Dish Network hat nur 2,5 Millionen US-Dollar geboten. C&C Wireless Holding, ein Joint Venture der Kabelbetreiber Comcast und Charter Communications, hat keine Lizenzen erhalten.

Militär und Satellitenanbieter kontrollierten bisher das C-Band

Das sogenannte C-Band-Spektrum, das 500 MHz zwischen 3,7 und 4,2 GHz umfasst, wurde bisher von Satellitenanbietern zur Bereitstellung für Satelliten-Downlinks zu den Erdfunkstellen (Satellite Earth Stations, SES) und vom US-Militär verwendet. Die FCC begann im Dezember 2020 mit der Versteigerung von 280 MHz des Frequenzblocks, die Auktion endete am 15. Januar. Etwa 200 MHz des Spektrums in diesem Band werden weiterhin für Satellitendienste verwendet.

T-Mobile US konnte vorsichtig bieten

T-Mobile US gab weniger aus, weil der von der Deutschen Telekom kontrollierte Mobilfunkbetreiber sich bereits durch die Übernahme von Sprint im April große Bestände an 2,5-Gigahertz-Mittelband sichern konnte.

Zusätzlich zu den Frequenz-Lizenzen zahlen die erfolgreichen Bieter den derzeitigen Nutzern, einschließlich der Satellitenanbieter Intelsat und SES, über 13 Milliarden US-Dollar. Die Satellitenunternehmen werden auf verschiedene andere Frequenzen wechseln oder koexistieren.

Die US-amerikanischen 5G-Auktionen haben sich zuvor weitgehend auf das Millimeterwellenspektrum konzentriert, das eine enorme Kapazität, aber eine begrenzte Abdeckung und schlechte Durchdringung von Objekten bietet.

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ssj3rd 01. Mär 2021

Nein, die sind da eben nicht voraus.

der_wahre_hannes 01. Mär 2021

Ihr linkes Auge (von uns aus gesehen das Rechte) sieht hier im Golem-Bild ohnehin sehr...

/mecki78 28. Feb 2021

Denn wenn ich die Schüssel nicht in etwa auf die Position des Satelliten ausrichte, habe...

spezi 28. Feb 2021

"Kontrollieren" ist schon richtig. Die Telekom ist zwar nicht mehr Mehrheitsaktionär...



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