Frequenzen: Bundesnetzagentur erfüllt Forderungen der Mobilfunkkonzerne

Jochen Homann könnte vor seinem Ruhestand noch einmal Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica erfreuen.

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"Das ist das Haus der Mickey Mouse, und nebenan wohnt Weihnachtsmann."
"Das ist das Haus der Mickey Mouse, und nebenan wohnt Weihnachtsmann." (Bild: Bundesnetzagentur)

Der scheidende Chef der Bundesnetzagentur folgt den Forderungen der etablierten Mobilfunkkonzerne. Vor einer Sitzung des Beirats der Regulierungsbehörde am 24. Januar 2022 erklärte Behördenchef Jochen Homann der dpa auf Anfrage, dass er sich vorstellen könne, Mobilfunkfrequenzen "kurzfristig und bedingt zu verlängern" und ein Vergabeverfahren erst zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.

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Zum Ende des Jahres 2025 laufen Frequenznutzungsrechte in den Bereichen 800 MHz, 1.800 MHz und 2,6 GHz aus, die gegenwärtig vor allem für LTE genutzt werden. Der Bereich bei 1.800 MHz ist nicht vollständig neu zu vergeben, weil es dort eine Umverteilung gab. In Deutschland liegt bei 800 MHz der LTE Coverage Layer mit wichtigen Flächenfrequenzen für die Versorgung auf dem Lande. 1,8 GHz dient als GSM/LTE Capacity Layer und 2,6 GHz ist ebenfalls ein Capacity Layer. Mit dem Unternehmen 1&1 gibt es einen vierten potenziellen Bieter.

Der Verzicht auf Auktionen habe keine sicheren Vorteile für die Verbraucher, sagte der Telekommunikationsexperte Torsten Gerpott von der Universität Duisburg-Essen. "Denn es ist überhaupt nicht sichergestellt, dass die Betreiber die eingesparten Finanzmittel auch tatsächlich in den heimischen Netzausbau stecken - möglicherweise versickert das Geld in einem ganz anderen Teil ihres globalen Geschäfts." Die nächste anstehende Frequenzauktion soll im Jahr 2023 oder 2024 abgehalten werden.

Homann warnte nun davor, dass es bei der Versteigerung des Flächenspektrums "möglicherweise zu einem starken Bieterwettbewerb" kommen könne, was er vermeiden wolle. Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica wollen die Nutzungsrechte um fünf Jahre verlängern.

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Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter hatte die Bundesregierung aufgefordert, die Auktion um fünf Jahre zu verschieben. Statt neu zu versteigern, sollten die Flächenlizenzen um weitere fünf Jahre verlängert werden. Danach würde es ausreichend Frequenzen geben, um vier Mobilfunknetze zu betreiben.

Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica wollen nicht teilen

Zu Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica kommt bei der nächsten Auktion United Internet als neuer Netzbetreiber hinzu. Laut Ametsreiter könne es zu neuen Unterversorgungen beim LTE-Netz kommen, wenn ein Netzbetreiber bei der Auktion leer ausgehe und seine Kunden nicht mehr versorgen könne.

Ganz anderer Meinung ist der Wettbewerber 1&1. "Neben der Flächendeckung außerhalb großer Städte sind die sogenannten Low-Band-Frequenzen auch für die Versorgung von Innenräumen Unabdingbar", sagte eine Sprecherin. "Um als vierter Netzbetreiber dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein, ist es für 1&1 zwingend notwendig, neben den 2019 ersteigerten 5G-Frequenzen demnächst auch Low-Band-Frequenzen im Bereich 800 Megahertz erwerben zu können."

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Ach 25. Jan 2022

Die Post war sogar nochmal deutlich schlimmer als die Bahn. Die staatlich aufgezwungene...

WinnieW 25. Jan 2022

Dann müsste die regulative Pflicht einer flächendeckenden Versorgung demnach daran...

ACakut 25. Jan 2022

Na bitte! Freue dich doch bitte, dass nicht noch ein Rentner seine Pension der...

ACakut 25. Jan 2022

Durch die Abschaltung von 3G ist das mögliche Regelwerk (Verordnung vom Bund) einfacher...



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