• IT-Karriere:
  • Services:

Freizeitparks und Zoos: Großes Datenleck bei Zahlungsdienstleister Ticketcounter

Bei dem niederländischen Dienstleister Ticketcounter stand eine Datenbank ungeschützt im Netz. Betroffen sind Einrichtungen wie der Berliner Zoo.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Berliner Zoo ist auch von dem Datenleck betroffen.
Der Berliner Zoo ist auch von dem Datenleck betroffen. (Bild: Gemeinfrei)

Beim niederländischen Zahlungsdienstleister Ticketcounter hat es ein Leck mit 1,9 Millionen Kundendaten gegeben. Die Datenbank soll am 21. Februar 2021 in einem Hackerforum zum Kauf angeboten worden sein, berichtete das Portal Bleepingcomputer.com. Zu den Kunden von Ticketcounter zählen nach eigenen Angaben 155 Freizeiteinrichtungen.

Stellenmarkt
  1. Zühlke Engineering GmbH, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart
  2. Microsoft, Dublin (Irland)

Laut Bleepingcomputer.com enthält die Datenbank neben den E-Mail-Adressen noch vollständige Namen, Telefonnummern, IP-Adressen und gehashte Passwörter. Laut Ticketcounter-Chef Sjoerd Bakker kam es zu dem Vorfall, weil eine Datenbank für den Test eines Anonymisierungsprozesses auf einen Azure-Server kopiert wurde. Nach dem Kopieren sei die Datenbank aber nicht ausreichend gesichert worden.

Sieben Bitcoins gefordert

Auf der niederländischen FAQ-Seite zu dem Datenleck heißt es, dass keine Passwörter in der Datenbank gestanden hätten. Die IBAN der Kunden könne geleakt worden sein, wenn damit die Eintrittskarten über den niederländischen Dienstleister Ideal bezahlt worden seien. Es müssten keine Accounts zurückgesetzt werden.

  • Die in einem Forum verlinkte Datenbank von Ticketcounter-Kunden enthielt zahlreiche personenbezogene Daten. (raidforums.com/Screenshot: Golem.de)
Die in einem Forum verlinkte Datenbank von Ticketcounter-Kunden enthielt zahlreiche personenbezogene Daten. (raidforums.com/Screenshot: Golem.de)

Die Kriminellen versuchten demnach, von Ticketcounter sieben Bitcoins (rund 337.000 US-Dollar) zu erpressen. Bei Nichtzahlung drohten sie damit, die Kunden des Dienstleisters zu informieren. Weil Ticketcounter nicht auf die Forderung einging und stattdessen selbst seine Kunden informierte, hätten die Kriminellen die Datenbank veröffentlicht.

Berliner Zoo und Tierpark betroffen

Golem Akademie
  1. IT-Sicherheit für Webentwickler
    31. Mai - 1. Juni 2021, online
Weitere IT-Trainings

Der Berliner Zoo und der Tierpark räumten inzwischen ein, von dem Datendiebstahl betroffen zu sein. "Grundsätzlich sind Daten von Personen betroffen, die vor dem 5. August 2020 Buchungen in den Online-Shops getätigt haben. Es kann sich dabei um Name, E-Mail-Adresse und/oder Daten zu den gebuchten Produkten handeln. Nicht betroffen sind Zahlungs- oder Bankdaten", hieß es in der Mitteilung (PDF).

Hacking & Security: Das umfassende Handbuch. 2. aktualisierte Auflage des IT-Standardwerks (Deutsch) Gebundene Ausgabe

Möglicherweise betroffene Gäste würden in den kommenden Tagen ausführlich per E-Mail über den genauen Umfang und das weitere Vorgehen informiert. "Für keinen Kunden besteht unmittelbare Gefahr. Es wird nur geraten, auf sogenannte Spam-Nachrichten im E-Mail-Postfach zu achten und möglichst ungeöffnet zu löschen. Links oder Anhänge von nicht vertrauenswürdigen Absendern sollten keinesfalls geöffnet werden", schreibt der Zoo.

Wer überprüfen möchte, ob seine eigene E-Mail-Adresse von dem Datenleck betroffen ist, kann dies auf der Seite Haveibeenpwned.com des Australiers Troy Hunt tun. Ticketcounter will demnächst ebenfalls Ressourcen bereitstellen, um die betroffenen Nutzer zu informieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

Pornstar 04. Mär 2021 / Themenstart

Seit ich vom Mastercard priceless "hack" wobei es war nicht mal ein hack, sondern im...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Surface Duo - Fazit

Das Surface Duo ist Microsofts erstes Smartphone seit Jahren - und ein ungewöhnliches dazu. Allerdings ist das Gerät in Deutschland viel zu teuer.

Surface Duo - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /