Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Freiwilligenprogramm: Vodafone Deutschland streicht 600 Arbeitsplätze

Vodafone will 600 Beschäftigte loswerden. In einem Programm wird für jedes Beschäftigungsjahr knapp ein Monatsgehalt Abfindung geboten.
/ Achim Sawall
22 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Vodafone-Landeschef Jens Schulte-Bockum (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Vodafone-Landeschef Jens Schulte-Bockum Bild: Sean Gallup/Getty Images

Vodafone Deutschland will mit einem Abfindungsprogramm mindestens 600 Arbeitsplätze abbauen. Das berichtet die Rheinische Post(öffnet im neuen Fenster) aus dem Unternehmen. Für jedes Beschäftigungsjahr im Unternehmen erhalten die Beschäftigten knapp ein Monatsgehalt Abfindung. Rund 100 Millionen Euro für Abfindungen stehen in dem Programm "Fit for growth" bereit. Derzeit hat der Telekommunikationskonzern 10.500 Beschäftigte.

Grund seien fallende Mobilfunkpreise in Deutschland: Der Umsatz von Vodafone Deutschland sank zwischen April und September 2012 um 6,1 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um 12,6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zurück. Gleichzeitig wird die Übernahme von Deutschlands größtem TV-Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland für rund 10 Milliarden Euro im Jahr 2014 vollzogen.

Vodafone hatte 2013 bereits alle Weihnachtsfeiern des Unternehmens in Deutschland abgesagt. "Die wirtschaftlich angespannte Situation, die gerade auf der Kostenseite von uns größte Disziplin erfordert, macht diesen Schritt aus unserer Sicht notwendig", schrieb Personalgeschäftsführer Dirk Barnard in einer internen E-Mail.

Landeschef Jens Schulte-Bockum sagte im Dezember 2013 zu dem Abbauprogramm: "Betriebsbedingte Kündigungen kann man nie ganz ausschließen. Wir versuchen aber, sie zu vermeiden. So haben wir ja auch bei der Umstrukturierung unseres Servicebereiches und bei der Netztechnik Lösungen mit Gewerkschaft und Betriebsrat gefunden."

Vodafone Deutschland verlagert 200 bis 250 Stellen aus der Netzüberwachung nach Rumänien. Gleichzeitig wollte der Konzern rund 100 IT-Arbeitsplätze nach Indien verlagern.


Relevante Themen