Freifunk gibt es im gesamten Land

In ganz Deutschland haben sich Freifunk-Initiativen um den Aufbau von freien Internet-Zugängen für Flüchtlinge gekümmert. Die positiven Erfahrungen brachten beispielsweise das DRK in Westfalen-Lippe dazu, die Kooperation mit Freifunk-Gruppen zu empfehlen, und auch die Münchner SPD-Fraktion sprach sich dafür aus.

Selbst die Telekom will Flüchtlingsunterkünfte mit WLAN versorgen, das von allen genutzt werden kann.

Freifunker suchen Internetzugänge

Die Freifunker aus Magdeburg, Halle und dem Harz wollen alle Flüchtlingsunterkünfte in Sachsen-Anhalt mit WLAN ausstatten. Dafür benötigen sie nicht nur Sach- und Geldspenden für die Hardware, sondern vor allem den Uplink. In der Nähe der Unterkünfte gibt es wenige bis gar keine Freifunk-Knoten. Daher suchen die Aktivisten per Flyer (PDF) und mittels Öffentlichkeitsarbeit Anwohner, die bereit sind, ihren Internetzugang für Freifunk zu teilen.

Da der Freifunk-Datenverkehr vom heimischen Netz abgetrennt ist und per VPN-Tunnel ins Ausland geführt wird, sieht Vorsprach auch praktisch keine Risiken für die Internet-Spender. Am einfachsten wäre es, wenn die Stadt oder der Betreiber einen Anschluss bereitstellen würde, wie es etwa in Halle der Fall ist. "Wir würden uns freuen, wenn mehr Städte, Landkreise und Betreiber von Flüchtlingsunterkünften auf uns zukommen würden", sagt Vorsprach.

Die Betreiber der Unterkünfte müssen zustimmen

Für den Aufbau der Freifunk-Knoten sind die Aktivisten auch auf die Zustimmung oder Duldung durch die Betreiber der Unterkünfte angewiesen, denn diese verfügen im Regelfall über das Hausrecht. In manchen Unterkünften ist selbst das Betreten für Außenstehende nicht möglich. Um das Ziel einer flächendeckenden Versorgung zu erreichen, haben die Freifunker FAQs erstellt. So soll auch Problemen wie Lärm vor einem Knoten durch nächtliche Nutzer vorgebeugt werden.

Technische Probleme bleiben nicht aus. Vorsprach und Mahdian sitzen auf dem Teppichboden in der Wohnung, wo Yossef, sein Bruder Elham und deren Mutter wohnen. Beim einem Router war die Stromversorgung unterbrochen. Mahdian hat noch zwei weitere mitgebracht, die Vorsprach an seinem Laptop überprüft, wobei die beiden Kinder ihm neugierig zusehen. Dann ruft Mahdians Frau an, er verabschiedet sich, während Vorsprach für den Router eine gute Position sucht. Noch hat er die beiden anderen Router nicht zu Ende konfiguriert, da lädt ihn die Mutter der Kinder zu einem typisch afghanischen Mittagessen ein. Vorsprach kann sich zwar kaum vom Terminal lösen, aber Yossef und Elham ziehen ihn schon zu Tisch.

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 Freifunk: Kostenloses Internet für Flüchtlinge
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Benjamin_L 27. Sep 2015

Diskrimierungsfreier Zugang zu Wissen und gesellschaftlicher Teilhabe meinst du...

Fibernator 25. Sep 2015

Und warum? Weil die Sackpfeife Lärm macht. Mach der Hotspot Lärm? Nö. Wenn die Polizei...

gadthrawn 24. Sep 2015

Ich würde auch von steigenden Zahlen ausgehen, wurden doch Flüchtlinge aus Afrika in den...

Dorsai! 19. Sep 2015

Ich bin mir grad unsicher wer hier nur "die Extremen kennt". Entweder man muss die...



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