Abo
  • Services:

Freies WLAN in Berlin: Senat will in Kürze Anbieter nennen

Der Berliner Senat will nach langer Wartezeit im Sommer eine Lösung für ein stadtweites kostenloses WLAN-Netz nennen. Anbieter kritisieren das Vorgehen des Berliner Senats.

Artikel veröffentlicht am ,
Berlin soll stadtweites WLAN-Netz bekommen.
Berlin soll stadtweites WLAN-Netz bekommen. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Im Juni 2014 will der Berliner Senat einen neuen Versuch für ein stadtweites WLAN-Netz starten, berichtet die Berliner Morgenpost mit Verweis auf Björn Böhning, den Medienstaatssekretär des Senats. Böhning geht davon aus, "dass wir im Sommer eine Lösung vorstellen können". Das stadtweite WLAN-Netz soll dann innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings zur Verfügung stehen. Kunden sollen das WLAN die ersten 30 Minuten gratis nutzen können, danach fallen Gebühren für die weitere Nutzung an.

Wer trägt die Kosten für die Freiminuten?

Stellenmarkt
  1. Gentherm GmbH, Odelzhausen
  2. ColocationIX GmbH, Bremen

Zwischen dem Senat und den dafür infrage kommenden Unternehmen gibt es Streit darüber, wer für die Kosten der Gratisnutzung in der ersten halben Stunde aufkommt. In den vergangenen sieben Jahren sind drei Versuche gescheitert, ein stadtweites WLAN-Netz in Berlin aufzubauen. Dafür müssten nach Angaben der Berliner Verwaltung rund 5.000 WLAN-Hotspots aufgebaut werden, damit das WLAN-Netz innerhalb des S-Bahn-Ringes möglich wird.

Derzeit laufen nach Aussage von Böhning Gespräche mit drei Anbietern, die die nötige Infrastruktur aufbauen und betreiben würden. Auch die halbstündige Gratisnutzung soll der künftige Anbieter übernehmen. Ursprünglich hatten sich neun Unternehmen dafür beworben.

Unternehmer kritisieren Vorgehen des Senats

Einige dieser neun Unternehmen zeigen sich verärgert über das bisherige Vorgehen des Berliner Senats. Ein Unternehmen, das nicht namentlich genannt werden möchte und an den bisherigen Verhandlungen mit dem Senat beteiligt war, meint: "Die Vorstellungen des Senats sind derart unterirdisch, dass man weinen möchte", sagt der Sprecher der Berliner Morgenpost. Der Unternehmenssprecher sieht es als schwierigan, dass der Senat unter den gegebenen Umständen einen passenden Partner findet.

Verärgert zeigt sich auch Daniel Wall, der Vorstandsvorsitzende der Wall AG. Nach seiner Beobachtung werde das Thema seit Jahren verschleppt. "Wir können absolut nicht verstehen, warum es in Berlin bis heute kein öffentliches WLAN-Angebot gibt, das durch Werbung gegenfinanziert ist", meint Wall. Das Unternehmen bietet im Bereich des Kurfürstendamms seit Jahren ein kostenfreies WLAN-Netz an.

Nach Auffassung von Wall hätte der Berliner Senat den Vorschlag des Unternehmens von vor drei Jahren aufgreifen sollen. Als daraus nichts wurde, begann Wall vor zwei Jahren damit, unabhängig von den Senatsplänen in der Berliner Innenstadt 30 WLAN-Hotspots aufzubauen.

Initiative begann vor sieben Jahren

Bereits vor sieben Jahren hatte der Senat das Vorhaben für eine kostenlose Internetnutzung innerhalb des S-Bahn-Rings beschlossen. Der damalige Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) konnte sein Vorhaben nicht durchsetzen. Die Verwaltung für Stadtentwicklung verhinderte, Ampeln mit WLAN-Antennen auszustatten.



Anzeige
Top-Angebote

Neuro-Chef 26. Mai 2014

Der war gut :-) Derweil wächst Freifunk in Berlin dank VPN langsam aber stetig weiter..

pythoneer 26. Mai 2014

Das riecht nach Potential für eine neue App ;)

jg (Golem.de) 26. Mai 2014

Danke für den Hinweis, ist korrigiert!

Himmerlarschund... 26. Mai 2014

Ich spekuliere ja eher auf KD. Die haben ja mit ihrem WLAN-Hotspot-Programm...


Folgen Sie uns
       


Amazons Kindle Paperwhite (2018) - Hands on

Amazons neue Version des Kindle Paperwhite steckt in einem wasserdichten Gehäuse. Außerdem unterstützt der E-Book-Reader Audible-Hörbücher und hat mehr Speicher bekommen. Das neue Modell ist zum Preis von 120 Euro zu haben.

Amazons Kindle Paperwhite (2018) - Hands on Video aufrufen
Dark Rock Pro TR4 im Test: Be Quiet macht den Threadripper still
Dark Rock Pro TR4 im Test
Be Quiet macht den Threadripper still

Mit dem Dark Rock Pro TR4 hat Be Quiet einen tiefschwarzen CPU-Kühler für AMDs Threadripper im Angebot. Er überzeugt durch Leistung und den leisen Betrieb, bei Montage und Speicherkompatiblität liegt die Konkurrenz vorne. Die ist aber optisch teils deutlich weniger zurückhaltend.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dark Rock Pro TR4 Be Quiets schwarzer Doppelturm kühlt 32 Threadripper-Kerne

Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

Interview Alienware: Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!
Interview Alienware
"Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"

Selbst bauen oder Komplettsystem kaufen, die Zukunft von Raytracing und was E-Sport-Profis über Hardware denken: Golem.de hat im Interview mit Frank Azor, dem Chef von Alienware, über PC-Gaming gesprochen.
Von Peter Steinlechner

  1. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden
  2. Dell Intel Core i9 in neuen Alienware-Laptops ab Werk übertaktet

    •  /