Freies soziales Netzwerk: Eugen Rochko tritt als CEO von Mastodon zurück

Eugen Rochko tritt von seiner Rolle als CEO des Kurznachrichtendienstes Mastodon zurück. Wie Rochko in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) bekannt gab, überträgt er außerdem seine Eigentumsrechte an der Marke und weitere Vermögenswerte an die gemeinnützige Mastodon gGmbH.
Zu den Gründen für seinen Rücktritt gab Rochko an, dass er sich immer weniger auf die externe Kommunikation konzentriert habe. Obwohl die Technologie von Mastodon dezentralisiert und eine Teilhabe am Fediverse auch ohne ein Zutun von Mastodon möglich sei, habe die Community es verdient, dass das Projekt seine Werten treu bleibe.
Hinzu komme, dass die Leitung eines Social-Media-Projekts sehr stressig sei und er nicht die richtige Persönlichkeit dafür besitze, führte Rochko aus und ergänzte, dass sich Leidenschaft für soziale Medien bei einigen Menschen nicht immer auf eine gesunde Weise manifestiere.
"Man wird mit Tech-Milliardären verglichen, hat aber kein Geld für Ressourcen"
Man werde mit Tech-Milliardären verglichen, die über einen immensen Reichtum verfügten, was sich in der Art widerspiegele, wie die Leute über einen redeten, so Rochko. Tatsächlich habe man aber weder Geld noch Ressourcen, fügt er hinzu.
Scherzhaft sei er zum Beispiel aufgefordert worden, Elon Musk herauszufordern, als dieser seine Martial-Arts-Fehde mit Mark Zuckerberg öffentlich austrug. Eine spanische Zeitung habe ihn zudem dafür kritisiert, dass er sich nicht so modisch wie Jeff Bezos kleide.
"Über ein ganzes Jahrzehnt hinweg nagen diese kleinen Dinge langsam an einem" , erklärte Rochko. Durch ein Ereignis im vergangenen Sommer sei ihm klar geworden, dass er "einen Schritt zurücktreten und eine gesündere Beziehung zu dem Projekt finden" müsse.
In einem Mastodon-Beitrag(öffnet im neuen Fenster) erklärte Rochko, dass er die Fackel an Felix Hlatky(öffnet im neuen Fenster) weiterreiche und in einer beratenden Rolle bei Mastodon bleibe.



