Freies Drucksystem: Cups 1.6 erweitert automatische Konfiguration im Netz
In Cups 1.6 lassen sich Drucker im Netzwerk künftig automatisch konfigurieren. Dafür haben die Entwickler die freie Zeroconf-Implementierung Avahi eingebaut. Damit können Client-Rechner Netzwerkdrucker beispielsweise mit DNS-Service Discovery ohne Zutun des Nutzers IP-Adressen finden und einrichten.
Avahi ist zwar jetzt offiziell Teil des Cups-Pakets, wird aber seit der Vorgängerversion 1.5 in einige Linux-Distributionen eingesetzt. Unter Mac OS X werden Drucker über Bonjour eingerichtet.
Standardmäßig werden ab Cups 1.6 Internet-Printing-Protokoll-Abfragen der IPP-Version 2.0 unterstützt. Basierend auf IPP-Everywhere hat Cups 1.6 ein neues API mit dem Namen Destination-Based Printing. Damit können Applikationen PPD-Optionen für Netzwerkdrucker auch ohne statische Konfigurationsdateien anzeigen.
Die als PPD-Dateien abgelegten Druckerbeschreibungen werden als Tar-Gz-Archive im System abgelegt, um Platz zu sparen. Ferner übernimmt ein neues API Drucker-Funktionen, die zuvor in den PPD-Treibern genutzt wurden.
Cups 1.6 unterstützt die Farbverwaltung Colord, die für die Verwaltung von Farbprofilen verwendet wird. Die in den PPD-Dateien abgelegten ICC-Profile können über D-BUS ausgelesen werden. Colord wurde mit Gnome 3.2 eingeführt und bietet eine vollständige Farbverwaltung. Dabei sollen Farbprofilveränderungen automatisch zu Anpassungen führen. Anwender können in den Systemeinstellungen Farbprofile zuordnen und externe Geräte wie Drucker und Scanner damit kalibrieren.
Außerdem erhielt Cups 1.6 eine Fülle neuer Authentifizierungsoptionen.
Die von Apple entfernten Funktionen , die in Linux-Distributionen eingesetzt werden, werden von Open Printing weiter gepflegt oder sind als Patch verfügbar.
Alle Änderungen haben die Entwickler in den entsprechenden Release Notes(öffnet im neuen Fenster) zusammengefasst.



