Freier Windows-Server: Samba 4 als finale Version veröffentlicht

Das Samba-Team hat nach fast zehnjähriger Entwicklungszeit Version 4 des freien Windows-Servers veröffentlicht. Samba 4 lässt sich als Ersatz zu Microsofts Active Directory Domain Controller einsetzen und funktioniert mit allen Windows-Versionen von 2000 bis 8.

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Samba 4 unterstützt Active Directory.
Samba 4 unterstützt Active Directory. (Bild: Samba.org)

Die finale Version von Samba 4 ist freigegeben worden. Samba 4 lässt sich in Windows-Netzwerken als ein oder mehrere Active Directory Domain Controller einsetzen und unterstützt Gruppenrichtlinien sowie Roaming-Benutzerprofile. Samba 4 kann parallel zu Microsofts Active Directory Server eingesetzt werden. Der freie Windows-Server funktioniert mit Microsoft Exchange und freien Alternativen wie Openchange.

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Neben der aktuellen Version 2.1 des SMB-Protokolls (Server Message Block) handelt Samba 4 auch Verbindungen mit SMB3 aus. Die Unterstützung des Protokolls soll künftig weiter ausgebaut werden. Standardmäßig kommt der Dateiserver smdb aus Samba 3 zum Einsatz. Parallel dazu kann das für Samba 4 vorgesehene NTVFS genutzt werden. Das virtuelle Dateisystem soll aber langfristig S3 ersetzen, das in Samba 3 genutzt wird.

Samba 4 lässt sich auch als Clustered File Server nutzen und unterstützt dafür die Protokolle SMB, SMB2 und CIFS. Mit SMB3 soll diese Funktion weiter ausgebaut werden, bei der mehrere Dateiserver im Netzwerk als nur ein einziger abgebildet wird.

Samba 4 als Active Directory Domain Controller

Der Domain Controller in Samba 4 setzt sich aus einem integrierten LDAP-Server samt Kerberos Key Distribution Center zusammen, über den sich Windows-Workstations authentifizieren können. Außerdem wurde in Samba 4 auch ein DNS-Server umgesetzt, der für Active-Directory-Verbindungen notwendig ist. Ferner hat das Samba-4-Team auch einen NTP-Server integriert, um präzise Timestamps zu bieten. Die Active-Directory-Dienste werden mit dem Werkzeug samba-tool konfiguriert.

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Gleichzeitig lassen sich Samba-4-Server aber auch mit Windows-Werkzeugen verwalten. Über eine neue Python-Schnittstelle haben Entwickler Zugriff auf interne Funktionen des freien Windows-Servers. Zahlreiche Samba-4-Werkzeuge wurden in der Skriptsprache umgesetzt.

Gut dokumentiert

Die Entwickler weisen in ihren Release Notes noch auf einige Probleme hin. So funktioniert die Replikation der DNS-Daten zwischen Active-Domain-Servern noch nicht zuverlässig und ohne das Konvertierungswerkzeug iconv kann es zu Fehlern mit Zeichen kommen, die nicht in der Ascii-Tabelle stehen. Außerdem ist eine genaue Zeitsynchronisierung zwischen Client und Server notwendig, damit die Authentifizierung mit Kerberos korrekt funktioniert.

Administratoren, die von Samba 3 zu Samba 4 wechseln wollen, können sich an dem entsprechenden Wiki-Eintrag orientieren. Wer Samba 4 bereits als Beta oder Alpha15 einsetzt und ein Update eingespielt hat, sollten vor einem Neustart des Samba-Servers den Befehl samba-tool dbcheck --cross-ncs -fix ausführen. Bei Updates des Active Directory Domain Controllers von Samba 4 ist außerdem der Befehl samba-tool ntacl sysvolreset notwendig. Details sind in der History-Datei nachzulesen, die auch alle Änderungen seit dem ersten Release Candidate dokumentiert. Dort sind auch alle Änderungen in der Konfigurationsdatei smb.conf festgehalten. Ein Whitepaper beschreibt sämtliche Funktionen in Samba 4. Der Quellcode steht unter der GPLv3 und ist über die Webseite des Projekts erhältlich.

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tendenzrot 13. Dez 2012

http://www.amazon.com/Implementing-CIFS-Common-Internet-System/dp/013047116X erschienen...

jayrworthington 12. Dez 2012

Duke Nukem Forever ist raus, Samba4 ist raus, wenn jetzt noch HURD released wird, hatten...



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