Abo
  • IT-Karriere:

Freier Videocodec: Microsoft verteilt Windows-Decoder für AV1

Windows-Hersteller Microsoft hat damit begonnen, einen Software-Decoder für den freien Videocodec AV1 über seinen Store zu verteilen. Der Decoder wird als frühe Beta bezeichnet und ist entsprechend experimentell.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft arbeitet an einem eigenem AV1-Decoder.
Microsoft arbeitet an einem eigenem AV1-Decoder. (Bild: Web Summit/CC-BY 2.0)

Nach ersten Tests in Browsern wie Mozillas Firefox oder Googles Chrome startet nun offenbar auch Windows-Hersteller Microsoft Experimente mit dem neuen freien Videocodec AV1, der seit Frühjahr 2018 als fertig gilt. Microsoft veröffentlichte dazu in seinem Store einen Software-Decoder für AV1 als Medienerweiterung, der auf Windows-10-Geräten sowie der Xbox One laufen sollen.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn
  2. Alfred Kärcher SE & Co. KG, Winnenden

In der Beschreibung im Store heißt es: "Diese Erweiterung ist eine frühe Betaversion des AV1-Softwaredecoders (...). Da es sich um eine frühe Version handelt, können bei der Wiedergabe von AV1-Videos einige Leistungsprobleme auftreten." Microsoft gibt jedoch an, den Decoder dauerhaft weiterzuentwickeln und Fehler zu beheben.

Welche weiteren Pläne Microsoft mit dem Decoder hat, ist derzeit unbekannt. Mittelfristig am wahrscheinlichsten ist eine Integration in den eigenen Edge-Browser. Das passiert wohl spätestens dann, wenn Streaminganbieter wie Amazon, Netflix oder Youtube AV1-Streams anbieten. Zusätzlich zu dem Decoder und den in den Browser eingesetzten Implementierungen arbeitet die Videolan-Community ebenfalls an einem eigenen freien Decoder, der unter anderem im VLC-Player eingesetzt werden soll.

Mit dem freien Videocodec AV1 will das Industriekonsortium Alliance for Open Media (Aomedia) einen ideellen und qualitativ hochwertigen Nachfolger für den freien Videocodec VP9 erstellen. AV1 soll vor allem als Konkurrenz für die patentbehafteten Codecs der Moving Picture Experts Group (MPEG) wie HEVC alias H.265 dienen. Der freie Videocodec galt außerdem als aussichtsreichster Kandidat für die Standardisierung als Internet-Videocodec der Internet Engineering Task Force (IETF). Ob es dazu noch kommt, ist derzeit aber offen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-24%) 18,99€
  2. 3,99€ statt 19,99€
  3. 19,95€
  4. 59,99€ für PC/69,99€ für PS4, Xbox (Release am 4. Oktober)

TheUnichi 13. Nov 2018

Was soll denn da anders gewesen sein? Den Windows Media Player gibt es auch unter Windows...

sphere 13. Nov 2018

Der Spezifikation für AV1 wurde Anfang des Jahres abgeschlossen. Bis Hardware kommt wird...


Folgen Sie uns
       


Cepton Lidar angesehen

So funktioniert der Laserscanner des US-Startups Cepton.

Cepton Lidar angesehen Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

    •  /