Freier Mediaplayer: VLC 2.1.0 erhält Hardwarebeschleunigung
Mit zahlreichen Änderungen, Neuerungen und Anpassungen hat das Videolan-Team Version 2.1.0 alias Rincewind des VLC-Players veröffentlicht. Künftig können unter anderem H.264-Videos hardwarebeschleunigt unter Mac OS X, Android 4.x alias Jelly Bean und Linux abgespielt werden. Außerdem wurde weiter an der Benutzeroberfläche für Mac OS X gefeilt sowie die Unterstützung für Qt erweitert. Der zunächst umstrittene Wechsel von der GPL auf die LGPL macht Fortschritte.
Für die Hardwarebeschleunigung von H.264-Videos nutzt VLC 2.1.0 unter Mac OS X den VDADecoder, unter Linux wird VDPAU verwendet und unter Android 4.x alias Jelly Bean greift VLC künftig auf den Mediacodec zu. Weitere Decoder gibt es jetzt für CDXL, Ut Video, VBLE und Dxtory, die über die Bibliothek Libavcodec abgespielt werden können. VLC 2.1.0 wurde auch um die Unterstützung der Codecs TechSmith Screen 2, Microsofts Expression Encoder Screen und Microsofts Application Screen Decoder 1 (MSS1) und 2 (MSS2) sowie Uleads DV Audio erweitert. Zudem kann VLC 2.1.0 mit Gotomeeting 4 verwendet werden.
Besser Demuxen in AVI-Containern
H.264-Videos können jetzt in High10, High422 und High444 encodiert werden. Unter Windows kann VLC 2.1.0 Quicksync-Videos mit Hilfe von Intel-GPUs encodieren. Für das AAC-Format stellt VLC die FDK-Bibliothek bereit.
Die zahlreichen Demuxer wurden ebenfalls verbessert, darunter Vorbis, dessen Verwendung von Metadaten und Coverart erweitert wurde. Auf in AVI-Containern untergebrachte Flac- und Atrac-Datenströme kann VLC jetzt ebenso zugreifen wie auf den Datentyp 1 in DVs. Die im AVI-Format untergebrachten Videos von Nikon-Kameras lassen sich ebenfalls demuxen.
Mehr Audio
Auch an der Audiowiedergabe haben die Entwickler gefeilt. Unter Windows kann VLC 2.1.0 das Windows-Audio-Session-API und unter OpenBSD die Sndio-Bibliothek verwenden. Unter Android nutzt VLC 2.1.0 Audiotrack und die Unterstützung für OpenSL-ES-Audio wurde ebenfalls verbessert. Das OSS-Modul wurde um die Unterstützung für OSSv4 erweitert. Unter Mac OS X wurde VLC für die Playback-Versionen 6.1, 7.1, 8.0 und 8.1 über Auhal erweitert. Für die iOS-Version wurde die Unterstützung für Audioqueue und Audiounit verbessert.
Für die Konvertierung von YUV zu RGB nutzt VLC OpenGLs Glsl-Shaders statt wie bisher ARB, was das Skalieren von Videos verbessern soll. In den Android- und iOS-Varianten wird künftig die Farbraumkonvertierung über OpenGLES unterstützt. Die Ausgaben über OpenGL ES1 und ES2 wurden repariert und aktiviert und können beide jetzt auch unter iOS genutzt werden.
GUi-Verbesserungen für Mac OS X
Unter Mac OS X lassen sich jetzt unter anderem mehrere Videos gleichzeitig abspielen. Außerdem gibt es eine GUI für die Podcastverwaltung. Die Lautstärke kann künftig auch über Apple Remote angepasst werden. Außerdem unterstützt VLC 2.1.0 Qt5 zumindest teilweise. Dort wurde der Assistent für das Streaming überarbeitet und das EPG verbessert.
Eine komplette Liste aller Änderungen haben die Entwickler in einem Changelog(öffnet im neuen Fenster) zusammengefasst. VLC 2.1.0 steht auf der Webseite des Projekts zum Download bereit(öffnet im neuen Fenster).
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