Freier Desktop: Shopping-Erweiterung für Gnome-Shell

Der Entwickler Alan Bell nutzt nach eigener Aussage die Shopping-Linse in Ubuntu für Einkäufe bei Amazon. Die Debatte um die Funktion, bei der sich auch die EFF und FSF-Gründer Richard Stallman kritisch zu Wort meldeten, löste bei Bell die Idee aus(öffnet im neuen Fenster) , eine ähnliche Funktion als Erweiterung für die Gnome-Shell zu implementieren.
Mehr Einstellungsmöglichkeiten
Einer der größten Unterschiede von Bells Implementierung zur Ubuntu-Linse ist die Existenz eines Suchkürzels. Nutzer können ein Kürzel festlegen, das dem eigentlichen Suchbegriff vorangestellt werden muss, um eine Suchanfrage an Amazon zu senden.
Anwender können so recht einfach zwischen einer lokalen Suche und einer Suche bei Amazon unterscheiden. Unter Ubuntu werden immer die Ergebnisse von Produktsuchen im Dash angezeigt, sofern die Funktion nicht komplett über die Einstellungen abgeschaltet wird.
Nutzer können zudem den Affiliate-Code anpassen und somit selbst entscheiden, welcher Organisation die Verkaufsprovision von Amazon zukommen soll. Außerdem lässt sich die Top-Level-Domain für die Suche einstellen. Canonical ermittelt diese automatisch anhand der IP-Adresse eines Nutzers.
Ein bisschen böse
In seinem Blog schreibt Bell, dass seine Implementierung aber ebenfalls "ein klein wenig böse" sei. Denn der Code aufseiten des Servers sei einerseits nicht unter Kontrolle des Nutzers und andererseits auch nicht quelloffen, da er geheime APIs verwende.
Darüber hinaus könnte Bell Suchanfragen aufzeichnen oder "Böses mit den Anfragen" anstellen. Um auch diese Unannehmlichkeiten zu umgehen, könne jeder den Quellcode anpassen und einen eigenen Server mit einem anderen Affiliate-Code als Backend nutzen.
Der Quellcode ist via Git(öffnet im neuen Fenster) verfügbar, die Erweiterung kann über extensions.gnome.org(öffnet im neuen Fenster) installiert werden.



