Freier Desktop: Gnome 3.6 kurz vor Veröffentlichung

Mit dem Erscheinen der zweiten Beta von Gnome 3.6 ist die Desktopumgebung so gut wie fertig. Epiphany bietet nun eine Übersicht der meistbesuchten Webseiten, ansonsten hat das Team hauptsächlich Fehler behoben.

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Die meistbesuchten Webseiten in der neuen Epiphany-Übersicht
Die meistbesuchten Webseiten in der neuen Epiphany-Übersicht (Bild: Claudio Saavedra)

Die zweite und letzte Beta von Gnome 3.6 ist erschienen. Eine der auffälligsten Änderungen ist die neue Übersicht im Browser Epiphany. Diese zeigt beim Öffnen eines neuen Tabs oder Fensters die meistbesuchten Seiten an. Ähnliche Funktionen bieten andere Browser wie Chrome oder Firefox bereits an. Der zuständige Entwickler Claudio Saavedra schreibt dazu in seinem Blog, dass er noch weitere darauf aufbauende Funktionen plane.

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Der Instant-Messaging-Client Empathy kann nun auch mit Gstreamer 1.0 als Backend gebaut werden. Das so erstellte Empathy hängt jedoch sehr von der noch instabilen Farstream-Bibliothek ab und ist dementsprechend sehr experimentell.

Der derzeitige Entwicklungszweig 0.11 des Multimedia-Frameworks Gstreamer soll in die stabile Veröffentlichung der Version 1.0 münden. Die Entwickler diskutieren derzeit den genauen Termin, eine Veröffentlichung noch vor der von Gnome 3.6 ist jedoch möglich.

Da keine weitere Anwendung über die Gnome-Online-Accounts auf Yahoo- oder Twitter-Daten zugreift, haben sich die Entwickler dazu entschieden, diese vorübergehend zu deaktivieren. Der Grund dafür sind Unklarheiten in den AGB der Dienste, welche derzeit vom Software-Freedom-Law-Center geprüft werden. Sobald dies abgeschlossen ist, sollen die Dienste wieder aktiviert werden.

Neuerungen der Gnome-Shell

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Einen Überblick über weitere Neuerungen in Gnome 3.6 bietet ein Blogeintrag des Designers Allan Day. So wurde die Leiste für Anwendungsbenachrichtigungen überarbeitet. An dem grundlegenden Konzept ändere sich zwar nicht viel, schreibt Day, jedoch soll sie nun einfacher benutzbar sein.

Die Aktivitätenübersicht zeigt außerdem zunächst nur die Fenster und virtuellen Arbeitsflächen. Zu den Anwendungen gelangen Nutzer über eine separate Schaltfläche in der linken Anwendungsleiste. Die wohl meistdiskutierten Änderungen enthält der Dateimanager Nautilus. So betreut Linux Mint etwa einen eigenen Fork namens Nemo, um die Funktionen aus Nautilus 3.4 zu erhalten.

Die finale Version von Gnome 3.6 soll in etwas mehr als zwei Wochen am 26. September erscheinen. Der Quellcode der zweiten Beta alias Gnome 3.5.91 steht getrennt in Kernbestandteile und Anwendungen zum Download bereit.

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