Freier Desktop: Erste Beta von KDE SC 4.11 erschienen
Die erste Beta von KDE SC 4.11 ist verfügbar(öffnet im neuen Fenster), bis zur finalen Veröffentlichung in zwei Monaten sollen nur noch Fehler an der Software behoben werden. Die Plasma Workspaces dieser Version sollen bis zu zwei Jahre mit Updates versorgt werden, während die Plasma-Hacker an einer Version auf Basis von Qt 5 und QML arbeiten.
Dies wird der erste Schritt hin zu einer unabhängigen Veröffentlichung der Arbeitsflächen, den Anwendungen sowie den KDE-Kernbibliotheken, was wohl das Ende der KDE Software Compilation in der bisher gekannten Form bedeutet.
Mehr QML und Wayland
Dem Ziel, einen komplett in QML geschriebenen Desktop bereitzustellen, ist das KDE-Team wieder ein Stück nähergekommen. So wurde etwa der Task Manager auf QML portiert, ebenso wie das Batterie-Applet, das nun auch die Ladestände von kabellosen Tastaturen oder Mäusen anzeigen kann.
Darüber hinaus kann KDE SC 4.11 mit Wayland dargestellt werden. Noch ist die Wayland-Unterstützung allerdings sehr experimentell: So lassen sich derzeit weder die Bildschirmauflösung verändern noch zusätzliche Bildschirme nutzen. Zudem wurden einige der Grafikeffekte KWins in Javascript reimplementiert.
Schnellerer Indexer
Der Dateiindizierer Nepomuk erhielt einige Verbesserungen. So sollen Metadaten nun deutlich schneller dargestellt werden als bisher und die Lesegeschwindigkeit sämtlicher von Nepomuk gespeicherten Daten soll um das Sechsfache gesteigert worden sein. Der für KDE SC 4.10 neu geschriebene Indizierer wurde für die nun erschienene Beta um die Unterstützung für Office-Dokumente im Odt- und Docx-Format erweitert.
Von den Geschwindigkeitsoptimierungen in Nepomuk soll auch die PIM-Suite Kontact profitieren. Außerdem ist es mit Kontact nun möglich, die Größe von Bildern in E-Mails einfach zu verändern. Eine Liste weiterer Änderungen findet sich im Wiki des KDE-Projekts(öffnet im neuen Fenster).
Die Beta von KDE SC 4.11 steht ab sofort im Quellcode zum Download(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Nutzer der Linux-Distributionen Arch und Gentoo können die Beta bereits testen, Pakete für weitere Distributionen sollten demnächst erscheinen.
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