Freier Audiocodec: Erstes großes Update für Opus beschleunigt Encoding

Wie der Codec-Entwickler Christopher Montgomery in seinem Blog mitteilt(öffnet im neuen Fenster) , steht der Release Candidate (RC) von Opus 1.1 bereit, der ersten großen Überarbeitung des Audiocodecs. Opus ist seit September vergangenen Jahres ein IETF-Standard und ist unter anderem von Mozilla, Skype und Xiph.org entwickelt worden.
Für Opus 1.1 haben die Entwickler einige Optimierungen an Encoder und Decoder für alle unterstützten CPU-Architekturen durchgeführt, was zu teils erheblichen Geschwindigkeitsschüben führen soll. Unter ARM wird zudem die NEON-Technologie(öffnet im neuen Fenster) unterstützt.
Darüber hinaus wurde das Surround-Audio verbessert, indem Basic Bit Allocation verwendet wird, für den LFE-Kanal(öffnet im neuen Fenster) nutzt Opus 1.1 nun den Celt-Modus und es wird Surround Masking verwendet. Außerdem erkennt der Audiocodec nun Klänge mit starker Tonalität(öffnet im neuen Fenster) und Harmonik und erhöht bei einer variablen Bitrate (VBR) an diesen Stellen die Bitrate leicht, um einen hörbar besseren Klang zu erzeugen.
Zudem wechselt der Opus-Encoder automatisch zwischen dem auf Stimmübertragung ausgelegten Silk-Modus und dem eher für Musik gedachten Celt-Modus, je nach Audioinhalt. Bisher mussten Anwender des Encoders den Modus manuell festlegen.
Weitere Details zu Opus finden sich auf einer Webseite von Xiph.org(öffnet im neuen Fenster) . Sollten keine gravierenden Fehler mehr auftreten, wird der Code des Release Candidate in Kürze als finale Version veröffentlicht. Der Quellcode steht via Git zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.



