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Freie Software: Gemeinnützigkeit-as-a-Service gibt es auch in Europa

Viele Open-Source-Projekte können oder wollen sich nicht selbst um rechtliche Verpflichtungen kümmern. Zum Glück gibt es dafür nun auch in Europa Menschen, die diese "langweilige" Arbeit als Dienstleistung übernehmen - im Interesse aller, auch der Nutzer.

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Viele Entwickler sind von Verwaltungsaufgaben überfordert.
Viele Entwickler sind von Verwaltungsaufgaben überfordert. (Bild: Joel Bez, flickr.com/CC-BY 2.0)

Steuererklärungen machen, Verträge aufsetzen oder Berichte für erhaltene Fördergelder schreiben: Viele Programmierer und Entwickler in Open-Source-Projekten könnten sich wohl kaum langweiligere Beschäftigungen vorstellen. Für sie zählt nur ihr Code, weshalb sie sich oft nur sehr widerwillig oder gar nicht um solche Angelegenheiten kümmern. Um diesen Missstand zu beheben, haben sich innerhalb kurzer Zeit in Europa gleich drei Organisationen gegründet, die die Gemeinnützigkeit der vertretenen Projekte im Prinzip als Dienstleistung anbieten.

Inhalt:
  1. Freie Software: Gemeinnützigkeit-as-a-Service gibt es auch in Europa
  2. Europäische Unternehmen für europäische Community

Sie übernehmen den juristischen Aufwand für Open-Source-Projekte, kümmern sich etwa um die Buchhaltung und Steuererklärungen oder die Verwaltung von Spenden sowie deren steuerliche Absetzbarkeit. Naheliegende und in der Community bekannte Vorbilder sind etwa die Apache Foundation, Software in the Public Interest (SPI) oder die Software Freedom Conservancy (SFC), deren Juristin Karen Sandler in einer Podiumsdiskussion auf der Open-Source-Entwicklerkonferenz Fosdem ihre Arbeit frei heraus als "langweilig" bezeichnet - natürlich nur in dem eingangs erwähnten Kontext.

"Man weiß nie, was in den USA passiert"

Simon Phipps, der Gründer von Public Software, sagt auf der Fosdem, dass er sich selbst nicht so richtig erklären könne, warum sich die drei Organisationen mit sehr ähnlichen Zielen in einem so kurzen Zeitabstand gegründet haben. Es handelt sich um das gemeinnützige Unternehmen Public Software aus dem Vereinigten Königreich, die niederländische Stiftung The Commons Conservancy (TCC) sowie das Center for the Cultivation of Technology (CCT), eine gGmbH nach deutschem Recht. Alle haben etwas unterschiedliche Herangehensweisen, die das Magazin LWN.net in einem Hintergrundartikel von Matija Šuklje erklärt, der als Jurist sowohl an der TCC als auch am CCT mitwirkt.

Die Protagonisten, also Phipps selbst, Michiel Leenaars von der TCC, sowie Moritz Bartl vom CCT kennen sich schon länger. Vermutlich, sagt Phipps, hätten sie einfach eine ähnliche Idee gehabt und schlicht vergessen, diese einander mitzuteilen. Die Gründungen seien aber auf jeden Fall wichtig, denn "man weiß nie, was in den USA passiert". Bisher gab es vergleichbare Organisationen in Europa noch nicht, sondern lediglich große, meist auf ein einziges Projekt bezogene, Vereine wie etwa den KDE e.V.

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Die Notwendigkeit derartiger Dachorganisationen zeigt sich an einigen vergleichsweise bekannten Beispielen der vergangenen Jahre. Die X.org Foundation etwa verlor im Jahr 2013 ihren Status als gemeinnützig; die US-Steuerbehörde IRS kritisierte unzureichende Nachweise über das Einkommen und Steuererklärungen der X.org Foundation. Und auch schon zuvor hatte der Verein teils massive Schwierigkeiten gehabt, seine Finanzen zu verwalten. Gelöst werden konnte das Problem letztlich nur durch einen Beitritt der X.org Foundation zur SPI. Dadurch wurde unter anderem möglich, dass X.org wieder Spenden annimmt.

Europäische Unternehmen für europäische Community 
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chefin 08. Feb 2017

Die Firmen zahlen also 10% Steuern auf ihren Umsatz. Die Marktpreise geben das aber...


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