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Freie Meinungsäußerung: Meta untersagt Angestellten bestimmte Gesprächsthemen

Neue Verhaltensregeln untersagen Mitarbeitern des Facebook -Konzerns, über Schwangerschaftsabbrüche, Impfstoffe und Waffen zu sprechen.
/ Daniel Ziegener
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Facebook-Mitarbeiter dürfen nicht mehr alles sagen. (Bild: Thought Catalog)
Facebook-Mitarbeiter dürfen nicht mehr alles sagen. Bild: Thought Catalog / Unsplash

Mitarbeiter von Meta sollen sich während der Arbeit nicht mehr über "störende" Themen unterhalten dürfen. Das berichtet das US-amerikanische Magazin Fortune(öffnet im neuen Fenster) . Zu den untersagten Themen gehören demnach Abtreibung, die Wirksamkeit von Impfstoffen, Waffenbesitz sowie Wahlen und politischer Aktivismus. Meta weitet damit das im Juni 2022 eingeführte Verbot von Diskussionen(öffnet im neuen Fenster) über das umstrittene Urteil des US-Verfassungsgerichts aus, das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche einzuschränken.

In einer internen Mitteilung von Personalchefin Lori Goler heißt es, dass die neuen Regeln ab dem 7. Dezember 2022 für alle Angestellten von Meta gelten. Der Konzern betreibt neben Facebook auch Whatsapp und Instagram. Goler nennt in ihrer E-Mail drei Prinzipien hinter den neuen Verhaltensregeln: Konzentration auf die Mission des Unternehmens, respektvolles Arbeiten und Schutz von Unternehmensinformationen.

Goler bezog sich bei der Ankündigung auch auf Gründer und CEO Mark Zuckerberg. "Wie Mark kürzlich erwähnte, müssen wir eine Reihe kultureller Veränderungen vornehmen, damit wir unsere Prioritäten umsetzen können" , schrieb sie. "Dies geht mit dem Kompromiss einher, dass wir nicht mehr jede Art der Meinungsäußerung bei der Arbeit zulassen werden, aber wir glauben, dass dies für die langfristige Gesundheit unserer internen Gemeinschaft das Richtige ist."

Öffentliche Erklärungen nur noch zum Kerngeschäft

"Wir legen großen Wert auf Meinungsäußerung, offene Diskussionen und eine Unternehmenskultur, die auf Respekt und Inklusion beruht" , sagte ein Meta-Sprecher in einer Erklärung, die Fortune vorliegt. Man habe die Vorgaben für die Angestellten aktualisiert, "um zu zeigen, was für unsere Mitarbeiter am Arbeitsplatz angemessen ist, so dass wir Ablenkungen reduzieren und gleichzeitig ein Umfeld aufrechterhalten können, das respektvoll und inklusiv ist und in dem die Mitarbeiter ihre beste Arbeit leisten können."

Auch als Unternehmen will sich Meta in Zukunft nicht mehr zu politischen oder gesellschaftlichen Themen äußern. "Deshalb werden wir als Unternehmen in Zukunft nur noch öffentliche Erklärungen zu Themen abgeben, die für unser Geschäft von zentraler Bedeutung sind, d. h. die für die Erbringung unserer Dienstleistung erforderlich sind."


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