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Freie Kapazitäten: VW verhandelte mit China schon 2024 über seine Werke

VW soll bereits vor Jahren Kontakt zu chinesischen Autoherstellern gesucht haben, um freie Kapazitäten in deutschen Fabriken zu füllen.
/ Andreas Donath
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Volkswagen-Logo (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Volkswagen-Logo Bild: Sean Gallup/Getty Images

Mehrere Insider haben dem Handelsblatt berichtet(öffnet im neuen Fenster), dass VW schon 2024 konkrete Gespräche mit chinesischen Autobauern über mögliche Kooperationen in deutschen Werken geführt haben soll. Dabei sei es unter anderem um das Werk in Emden gegangen, das zuletzt erhebliche Auslastungsprobleme hatte. Als möglicher Partner wurde dem Bericht zufolge SAIC diskutiert, ein langjähriger Kooperationspartner von Volkswagen auf dem chinesischen Markt.

Überkapazitäten zwingen zur Suche nach Alternativen

Volkswagen hat nach eigenen Angaben Kapazitäten für rund eine Million Fahrzeuge zu viel, etwa die Hälfte davon in Europa. Das ist keine neue Erkenntnis, aber das Ausmaß erhöhte intern offenbar den Druck, nach Lösungen zu suchen.

Ende 2024 hatten sich Unternehmensführung und Gewerkschaft bereits darauf verständigt, bis 2028 Kapazitäten für 730.000 Fahrzeuge in Deutschland zu streichen. Das war aber nach Ansicht der VW-Spitze nicht ausreichend, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Vorstandschef Oliver Blume betonte zuletzt wiederholt, Werksschließungen seien die schlechteste und teuerste Lösung. Stattdessen suche das Unternehmen nach dem, was intern laut Handelsblatt als intelligente Lösungen bezeichnet wird.

Möglicher Kurswechsel

Aktuell denkt die Konzernführung auch darüber nach, Technik und Modelle aus China nach Europa zu importieren. Eine Öffnung für chinesische Fertigungspartner in deutschen Werken wäre ein Kurswechsel. Bislang galt intern die Maxime, zentrale Plattformen für den europäischen Markt ausschließlich in Deutschland zu entwickeln und zu produzieren.


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