Freie Geodaten: Sachsen-Anhalt macht Gebäudedaten zu Open Data

Noch mehr Geodaten können künftig frei genutzt werden. Für die Openstreetmap ist das aber nicht ohne weiteres möglich.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die 3D-Gebäudemodelle Sachsen-Anhalts sind künftig Open Data.
Die 3D-Gebäudemodelle Sachsen-Anhalts sind künftig Open Data. (Bild: Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt)

Zum Jahresbeginn sollen mehr amtliche Daten im Geobasisdatenportal des Landes Sachsen-Anhalt für alle frei nutzbar sein. Neben den bereits zugänglichen Daten könnten dann auch digitale Landschaftsmodelle, digitale Gelände- und Oberflächenmodelle und topografische Karten kostenfrei genutzt werden, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu kommen auch Gebäudedaten und Luftbilder.

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Unter dem Dach des Ministeriums arbeitet das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt, das für das Datenportal zuständig ist. Open Data werde immer wichtiger, betonte der Sprecher. Es sei dann zwar mehr als vorher, aber noch nicht alles für "Nichtfachleute" zugänglich. Für das Landesamt in Magdeburg sei es dennoch ein wichtiger Schritt hin zum digitalen Dienstleister.

Von großem Interesse dürften die dann verfügbaren Luftbilder und die daraus abgeleiteten digitalen Orthofotos sein, also die verzerrungsfreie und maßstabsgetreue Abbildung der Erdoberfläche. Zum kostenfreien Abruf stünden bald auch die sogenannten amtlichen Hausumringe und 3D-Modelle aller rund 1,6 Millionen Gebäude Sachsen-Anhalts bereit.

Für die Daten gebe es keinerlei Nutzungsbeschränkungen, hieß es. "Die Nutzer können die Daten vervielfältigen, bearbeiten, mit anderen Daten kombinieren, an Dritte weitergeben oder über das Internet zugänglich machen", sagte der Ministeriumssprecher. Es zähle der wirtschaftliche und gesellschaftliche Nutzen, der durch die Vernetzung offener Verwaltungsdaten erzielt werden könne. Die Öffnung der neuen Geodaten soll am 4. Januar 2021 erfolgen.

Openstreetmap vor wiederkehrenden Problemen

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Insbesondere die Freigabe der Gebäudedaten könnte dem Openstreetmap-Projekt helfen. So werden die Umrisse bisher immer noch sehr häufig durch die Community händisch in die freie Karte eingepflegt, etwa auf Grundlage von Luftbildern. Mit einem automatisierten Import der offiziellen Daten ließe sich die Arbeit also deutlich vereinfachen. In ihren Nutzungbedinungen besteht das Landesamt aber auf einem "deutlich sichtbare[n]" Quellenvermerk.

Diese Forderung ist in der Openstreetmap bei teils mehreren Tausend Quellen und Beitragenden so aber kaum umsetzbar und eben nicht vorgesehen. Da sich diese Formulierung so oder ähnlich aber auch bei vielen anderen deutschen Behörden für die Nutzung von Geodaten findet, muss die Community hier immer wieder einzeln über Nutzung der Daten mit den Verantwortlichen diskutieren. Das ist nicht nur mühsam, sondern auch nicht immer von Erfolg gekrönt, obwohl die Daten ja eigentlich als Open Data nutzbar sein sollten.

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blbm9 29. Dez 2020

Das Problem ist nicht der Unwillen, Quellen anzuzeigen, sondern die praktische Umsetzung...



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