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Freie Firmware: AMD prüft Coreboot-Support für Ryzen

Aufgrund der großen Nachfragen will AMD offiziell prüfen, ob es künftig die freie Firmware Coreboot für die Ryzen-CPUs unterstützen möchte. Damit würde sich AMD deutlich von Intel im Server- und Workstation-Segment absetzen.

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Vielleicht laufen die Mainboards für Ryzen ja bald auch mit Coreboot.
Vielleicht laufen die Mainboards für Ryzen ja bald auch mit Coreboot. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

In einem Reddit-AMA (Ask Me Anything) zum Marktstart der Ryzen-CPUs gestern haben Verantwortliche von AMD in Erwägung gezogen, die Unterstützung für die freie Firmware Coreboot intern zu prüfen. Damit ist zwar noch keinerlei Entscheidung gefallen, AMD könnte dadurch künftig aber an eine Entwicklung anknüpfen, die das Unternehmen ab 2011 ausprobierte, jedoch schon bald darauf wieder einstellte.

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AMD hatte sich damals dazu entschlossen den Code zur Hardware-Initialisierung (Agesa) offenzulegen, um damit die Nutzung von Coreboot zu ermöglichen. Die aktuell verfügbaren Mainboards für Ryzen nutzen alle ein proprietäres UEFI, das durch die freie Alternative Coreboot ersetzt werden könnte, sofern sich AMD wieder zu einem ähnlichen Schritt entschließt.

Viele proprietäre Firmware-Bestandteile

Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Bestandteile, die für eine vollständig freie Firmware von AMD als Open-Source-Code veröffentlicht werden müssten. Eine Übersicht hierzu gibt das Libreboot-Projekt, das Coreboot von sämtlichen proprietären Blobs befreit, wozu auch Microcode für die CPU selbst gehört. Die wohl wichtigste Komponente, von der eine Offenlegung gefordert wird, ist die Firmware für den Platform Security Processor (PSP).

Letzteres kann unter anderem dazu genutzt werden, das Flashen mit alternativer Firmware wie eben Coreboot zu verhindern. Ebenso bietet PSP analog zu Intels Management Engine (ME) Angreifern zumindest theoretisch die Möglichkeit, vollständigen Zugriff auf die Hardware und damit auf sämtliche Daten eines betroffenen Rechners zu erhalten.

Zwar werden einige Intel-Chips in Coreboot unterstützt, bisher aber nur für Googles Chromebooks, und auch hier werden weiter einige Binärbestandteile verwendet. Sollte sich AMD dazu entschließen, Coreboot für die aktuellen Ryzen-CPUs und eventuell auch für die kommenden Server-Plattformen nicht nur wie Intel zu unterstützen, sondern auch die erwähnten Firmware-Teile offenzulegen, wäre dies wohl ein nicht zu unterschätzender Vorteil für AMD im direkten Vergleich zu Intel.



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nille02 08. Mär 2017

AMD unterstützt Coreboot schon seit Jahren. Es ist daher eher verwunderlich dass es bei...

cpt.dirk 07. Mär 2017

Tja, ich werde mir in diesem Leben ganz sicher keine Konsole mit eingebauter Spycam von...

derstef 05. Mär 2017

Naja ich würde Firmen die vollständige Kontrolle über die Hardware, auf der ihre...

pythoneer 04. Mär 2017

Ja 100% absolut total neue Behauptung. Ich weiß ja nicht wie bei dir das Wort...

DY 04. Mär 2017

würde ich direkt kaufen. Dazu ECC und den 6 Kerner RyZEN.


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