Freie Desktops: KDE-Plasma-Shells sollen vereinigt werden

Die Gnome-Shell und Ubuntus Unity sollen auf verschiedenen Geräten möglichst gleich aussehen, vom 30-Zoll-Monitor bis zum 7-Zoll-Tablet. Mit den Plasma-Arbeitsflächen entwickelt das KDE-Projekt mehrere Oberflächen für verschiedene große Geräte. Mit Qt 5 und QML könnten die sogenannten Shells in einer Binärdatei zusammengeführt werden. Nutzer können so je nach Anwendungszweck leichter als bisher zwischen ihnen hin und her wechseln, schreibt Aaron Seigo in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) .
Die Übergänge zwischen den Shells könnten durch Hardware-Events ausgelöst werden, etwa das Anstecken eines Monitors an ein Tablet, um von Plasma-Active zu dem Plasma-Desktop zu wechseln. Seigo schreibt, er freue sich darauf, seinen Laptop an den Fernseher anschließen zu können und auf das Plasma-Mediacenter(öffnet im neuen Fenster) zu wechseln.
Große Arbeiten in KDE SC 4.11
Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sämtliche Oberflächen in QML implementiert werden. Für viele Plasma-Widgets ist das schon geschehen. Schwierige Bestandteile wie die Taskleiste, KRunner und die sogenannten Containments sollen für KDE SC 4.11 portiert werden. Unter Containments verstehen die KDE-Entwickler die Layouts, zwischen denen zum Beispiel Nutzer des Plasma-Desktop wählen können.
Die Standardarbeitsfläche hat Sebastian Kügler bereits in QML reimplementiert(öffnet im neuen Fenster) . Sie bietet bis auf wenige Neuerungen die gleichen Funktionen wie bisher, was eine bewusste Designentscheidung ist, wie Kügler betont. Tester können das neue Containment mit KDE SC 4.10 benutzen, was offiziell nächste Woche erscheint. Eine einfache Anleitung dazu stellt Kügler in seinem Blog bereit.
Plasma Active 5 basiert auf Qt 5
Die Tablet-Oberfläche Plasma-Active haben die Entwickler von Beginn an in QML geschrieben und die Veröffentlichung der inzwischen vierten Version ist für März geplant. Für Version 5 will sich das Entwicklerteam jedoch mehr Zeit als üblich lassen, da die KDE Frameworks 5 und Libplasma 2 als Grundlage dienen sollen.
Einen Überblick über die Arbeiten an diesen Grundlagen gab Kügler vor wenigen Tagen . Wann die anderen KDE-Arbeitsflächen mit Qt 5 als Basis veröffentlicht werden, steht noch nicht fest. Seigo ist sich jedoch sicher, dass dieser Übergang "nicht sehr aufregend" ausfallen wird.



