Freie Datenbank: MariaDB 10.0 soll das bessere MySQL werden

MariaDB solle das bessere MySQL werden, so begründen die Macher der auf MySQL basierenden Datenbank den Sprung von Version 5.5 auf 10.0. Sie wollen nicht den Anschein erwecken, bei MariaDB 5.6 handle es sich um eine Datenbank, die auf MySQL 5.6 basiert. Denn MariaDB unterscheide sich zunehmend von Oracles MySQL.
So haben die Entwickler darauf verzichtet, beim Nachfolger von MariaDB auf den Quellen von MySQL 5.6 aufzusetzen, nachdem Oracle die Verzeichnisstruktur von MySQL umgestaltet hat. Zudem gebe es bei der aktuellen Version MariaDB schon erhebliche Unterschiede im Code zu MySQL 5.5. Einige Funktionen, die MariaDB in der Version 5.5 enthielt, hat Oracle erst mit MySQL 5.6 unterstützt. Daher wollen die Macher von MariaDB nun bei jeder Funktion einzeln entscheiden, ob sie ihre eigene Version oder die aus MySQL in die nächste Version übernehmen. Ganz allgemein soll die jeweils bessere Version genutzt werden und für den Fall, dass eine Funktion fehlt, eine neue implementiert werden, wenn aus Sicht der MariaDB-Entwickler der jeweiligen MySQL-Funktion etwas fehlt.
Letztendlich soll MariaDB kompatibel zu MySQL bleiben, auch wenn einzelne Funktionen ganz anders umgesetzt sind und zum Teil mehr Möglichkeiten bieten. So soll MariaDB die Entwicklung von MySQL vorantreiben und nicht nur eine Alternative zu MySQL sein.
Die kommende Version 10.0 soll so beispielsweise die Neuerungen an InnoDB, Performance Schema und die Global Transaction ID aus MySQL übernehmen. Zudem arbeiten die Entwickler an einer Multi-Source-Replikation(öffnet im neuen Fenster) , der Integration der NoSQL-Datenbank Cassandra(öffnet im neuen Fenster) und Statistiken, die unabhängig von der verwendeten Storage-Engine(öffnet im neuen Fenster) sind und vom Query-Optimierer genutzt werden.
Und auch wenn sich MariaDB weiter von MySQL entfernt, soll es kein klassischer Fork werden, denn die Macher wollen auch weiterhin Entwicklungen aus MySQL übernehmen.
Entwickelt wird MariaDB von der MariaDB Foundation, die von den drei MySQL-Gründern Michael "Monty" Widenius, David Axmark und Allan Larsson gestartet wurde. Unterstützt wird die Stiftung zudem von den MySQL-Dienstleistern SkySQL und Percona.



