Freie Bildbearbeitung: Gimp 2.10 unterstützt mehr Metadaten

Zur Verwaltung der digitalen Fotobibliothek können Gnome-Nutzer seit langem die Software Shotwell benutzen. Diese wird von Yorba entwickelt und hatte vor einigen Jahren nur unzureichende Metadaten-Unterstützung, wie die Entwickler selbst schreiben(öffnet im neuen Fenster) . Deshalb entwickelten sie einen Wrapper, um die in C++ geschriebene Bibliothek Exiv2 über GObject nutzen zu können. Eben diesen Wrapper, Gexiv2, verwendet nun auch das Gimp-Projekt.
Lang geplante Funktion
Damit könne das Gimp-Team endlich eine sehr lang geplante Funktion umsetzen, die für einen professionellen Einsatz kritisch ist, wie das Blog Libre Graphics World berichtet.(öffnet im neuen Fenster) Mit der Integration der Bibliothek konnten auch diverse mit Metadaten in Verbindung stehende Bugs geschlossen werden.
Dank Gexiv2 unterstützt Gimp die Metadaten-Formate Exif, XMP und IPTC, die in JPEG, JPEG2000, PNG, TIFF oder PSD eingebettet sein können. Darüber hinaus können Nutzer beim Exportieren von Bildern nun auswählen, welche Art von Metadaten mit dem Bild gespeichert werden sollen.
Die Gimp-Entwickler haben aber nicht einfach nur die Gexiv2-Bibliothek übernommen und in ihr eigenes Produkt integriert. Sie tragen vielmehr aktiv dazu bei, die Software zu verbessern. So wurde die Build-Umgebung von Jehan Pagès auf die GNU Autotools portiert, um Gexiv2 auch unter Windows benutzen zu können, was für die Shotwell-Entwickler bisher nicht notwendig war.
Metadaten in Nightlys
Die Metadaten-Unterstützung wird erst in der stabilen Gimp Version 2.10 zur Verfügung stehen, wann diese bereitstehen wird, ist allerdings noch nicht bekannt. Für interessierte Nutzer stehen Nightly-Builds für Ubuntu(öffnet im neuen Fenster) und Windows(öffnet im neuen Fenster) bereit. Der Quellcode für Gimp(öffnet im neuen Fenster) und Gexiv2(öffnet im neuen Fenster) steht auf den Servern der Projekte bereit.
Die aktuell stabile Version 2.8.8 steht für Linux, Mac OS und Windows zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Binärdateien für Windows werden nicht mehr über Sourceforge vertrieben, sondern nur noch über eigene Server und Mirror, da die Entwickler einige Beschwerden erhalten haben und die aggressive Werbetaktik des Hosters nicht weiter billigen wollen.