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Selbstständiger Sysadmin: "Jetzt fehlen nur noch die Aufträge"

Kein Chef, tolle Projekte und die Taschen voller Geld - so habe ich mir das Leben als selbstständiger Admin vorgestellt. Die Realität ist nicht ganz so glamourös, trotzdem empfehle ich den Weg in die Selbstständigkeit.

Ein Erfahrungsbericht von Aaron Siller veröffentlicht am
Nur Geduld - die ersten Aufträge lassen bei IT-Selbstständigen meistens nicht ewig auf sich warten.
Nur Geduld - die ersten Aufträge lassen bei IT-Selbstständigen meistens nicht ewig auf sich warten. (Bild: Pexels)

Der Wunsch, als Selbstständiger zu arbeiten, entstand bei mir schon während meiner Ausbildung. Eher zufällig stieß ich damals auf einen Artikel, der von dem Wagnis handelte, sich als ITler in die Selbstständigkeit zu begeben. Sein eigener Chef zu sein, tolle Projekte zu betreuen, ein angesehener Berater und Trainer zu sein und dabei auch noch üppig zu verdienen, das waren natürlich für einen jungen Menschen, der gerade in seiner Ausbildung steckte, mehr als nur anziehende Aussichten.

In der Realität sieht das natürlich ein bisschen anders aus. Es gab und gibt immer wieder Situationen, die nicht einfach zu meistern sind. Allerdings habe ich sehr viele - eigentlich überwiegend - positive Erfahrungen gemacht.

Und wie so oft ist der Anfang am schwersten. Das beginnt schon mit der Entscheidung, ob man den Weg in die Selbstständigkeit wirklich und tatsächlich gehen will.

Die erste Frage: Was ist mir wichtig?

Ob man als IT-Administrator besser selbstständig oder festangestellt arbeitet, hängt stark von den eigenen Prioritäten ab: Habe ich lieber ein konstantes Gehalt, das jeden Monat pünktlich auf meinem Konto landet, und möchte ich bezahlten Urlaub, spricht das für die Festanstellung. Will ich Karriere in einem Konzern machen, um später in die Position einer Führungskraft bis hin zum Management zu kommen, kann ich das ebenfalls eher in einer Festanstellung erreichen.

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Auf der anderen Seite bietet die Tätigkeit als IT-Selbstständiger die Möglichkeit, viele unterschiedliche Unternehmen, Projekte und Menschen kennenzulernen. Man ist mal wenige Tage, mal bis zu zwei Jahre für eine Firma tätig. Dabei lernt man immer neue Strukturen und Philosophien kennen - in Startups, im produzierenden Mittelstand und in international ausgerichteten Konzernen. Das bringt neue Erfahrungen und fördert die eigene Entwicklung auf technischer und menschlicher Ebene.

Man kann als Selbstständiger gut verdienen

Die Tätigkeit als freier IT-Berater und Sysadmin bietet gute Verdienstmöglichkeiten, meist sogar höhere als bei einer Festanstellung. Wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass die notwendige Auslastung vorhanden ist. Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent, liege bei 40 abrechenbaren Stunden in der Woche.

Kundenakquise, das Erstellen von Videos und Blogbeiträgen und die Weiterbildung kommen noch hinzu. Alles, was ich nicht selbst machen kann oder will, gebe ich ab: Ein Steuerbüro übernimmt für mich die Buchhaltung, ein Marketingteam unterstützt mich im Bereich Content- und SEO-Optimierung.

Man muss als IT-Selbstständiger nicht zwingend Zeit und Kraft investieren, um neben der Projektarbeit noch andere Bereiche wie etwa Blogbeiträge anzugehen. Tatsächlich könnte man komplett von Vermittlern wie Hays, Michael Page und anderen leben, die IT-Selbstständige mit Projektvorschlägen kontaktieren. Erfahrungsgemäß ist das der übliche Weg, um an Projekte und die angestrebte Auslastung zu kommen. Es ist eher selten der Fall, dass die Selbstständigen Endkunden direkt akquirieren und betreuen.

Ich kenne freie IT-Kollegen, die mit einer Auslastung von 50 oder 70 Prozent sehr gut auskommen und daneben keine eigenen Projekte in der Freizeit angehen, weil sie dadurch keinen direkten Mehrwert in Form von Geld erhalten. Sie möchten eine Viertagewoche und wollen das Wochenende nicht im Homeoffice verbringen. Finanziell ist das meist kein Desaster, denn IT-Selbstständige stehen in diesem Punkt in der Regel besser da als die festangestellten Kollegen. Eine Infografik dazu bietet das Vermittlungsportal Freelancermap.de.

Neben der Auslastung spielt noch ein anderer Faktor eine wichtige Rolle: der angepeilte Stundensatz. Bei der Berechnung sind Faktoren zu berücksichtigen, derer zumindest ich mir anfangs nicht bewusst war.

Vor der Ermittlung des Stundensatzes stehen aber noch andere Aufgaben.

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scrumdideldu 10. Jun 2020 / Themenstart

Hier! Seit >20 Jahren auf Stundenbasis tätig und mein Gewinn vor Steuern war die letzten...

Michael H. 10. Jun 2020 / Themenstart

Naja ich glaube du verwechselst da gerade Selbstständig mit Freiberufler. Er ist quasi...

Trockenobst 10. Jun 2020 / Themenstart

Die Leute die 100k im Konzern kriegen, sind in der Regel im Train to Burnout City. Da...

Trockenobst 10. Jun 2020 / Themenstart

Und wenn der Badeinstallateur, der Gärtner, mehre Hotelanlagen zu pflanzen oder mit...

bla 09. Jun 2020 / Themenstart

Hallo, es würde mich mal interessieren, ob hier auch freiberufliche Hardwareentwickler...

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