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Nicht gleich bei der ersten Anfrage schwach werden

Sobald die ersten Anfragen hereinkommen, ist es wichtig zu filtern, was zu einem passt. Klingt eine Projektanfrage spannend, erkundigt man sich nach der Projektdauer und Auslastung, nach dem Einsatzort und dem Remote-Anteil bis hin zum Stundensatz. Vieles wird uns schon am Anfang mitgeliefert, anderes hingegen, wie der Stundensatz, ist oft Verhandlungssache.

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Allerdings kann es auch sein, dass der Stundensatz vom Endkunden festgelegt wird und wir hier keinen Spielraum haben. Ich entscheide immer auf Basis der oben genannten Faktoren, also vor allem der Fixkosten und Ausgaben, ob der Stundensatz passt oder nicht.

Je spezieller und hochkarätiger unser technischer Skill ist, desto höhere Sätze können wir erreichen. Der klassische Allrounder wird hier wahrscheinlich finanziell schlechter abschneiden als der Spezialist. Auch dazu gibt es Richtwerte, an denen man sich orientieren kann. In jedem Fall sollte man aber bedenken, dass auch der Recruiter seinen Satz für die Vermittlung draufpackt.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es großartige Projektvermittler gibt, mit denen ich immer wieder gerne zusammenarbeite und mit denen man sich auch privat austauscht. Natürlich gibt es aber auch welche, die einem nicht so sympathisch sind. Man sollte hierbei dem eigenen Gefühl folgen und nicht bei der ersten Gelegenheit zusagen.

Auch nicht, wenn manche versuchen, den Stundensatz zu drücken. Gerade am Anfang wird man der Gefahr ausgesetzt sein, sich zu billig zu verkaufen, denn im Kopf können sich schnell Horrorszenarien mit einem leeren Kühlschrank und einem dicken, roten Minus auf dem Konto abspielen. Andererseits ist es aber auch ärgerlich, in einem Projekt mit einer hohen Auslastung zu sein, jedoch zu einem Stundensatz, der einem nicht gefällt.

Ich selbst habe bis zur zweiten Projektanfrage, also nach ungefähr sechs Monaten, ein Gefühl für den Preis entwickelt und diesen entsprechend gefordert. Außerdem habe ich durch die Gespräche mit den Vermittlern gelernt, wie man seine Fähigkeiten am besten präsentiert. Auch ist mein Gefühl für Zahlen heute ein anderes, schließlich musste ich mir meine komplette finanzielle Ist- und Zielsituation ausrechnen.

Aber zurück zum ersten Projekt: Hat man sich mit dem Vermittler finanziell geeinigt, geht das Profil an den Endkunden.

Nicht jedes Projekt passt

Ist das Profil für den Endkunden ebenfalls interessant, kommt es zu einem Kennenlerngespräch. Hier ist es besonders wichtig, das Gegenüber von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen. Genauso wichtig ist es aber, sich selbst ein Bild davon zu machen, ob man in dem Projekt arbeiten möchte und sich - potenziell - wohl damit fühlt.

Es ist völlig normal, mehrere Gespräche zu führen, bevor man das passende Projekt gefunden hat. Daran muss man sich als freier IT-Admin gewöhnen und gegebenenfalls auch mal Nein sagen. Ist dann aber ein passendes Projekt gefunden, sind die Formalitäten geklärt und der Vertrag unterschrieben, kann es endlich losgehen.

In der Vergangenheit hatte ich bereits tolle Vermittlungen, bei denen sich die zu Beginn genannten Wünsche erfüllt haben: Ich arbeitete an einem interessanten Projekt, konnte mein eigener Chef sein, hatte großartige Kollegen und der Verdienst passte. Eigentlich lief der überwiegende Teil meiner Projekte so.

Auf der anderen Seite habe ich aber auch zu Vermittlungen Ja gesagt, die ich heute so nicht mehr annehmen würde. Sei es, weil mein Auftraggeber schon am Telefon unfreundlich war und sich das im Projekt bestätigt hat, sei es, weil eine komplette Vor-Ort-Tätigkeit gefordert war. Die Erkenntnis, dass das in der heutigen Zeit nicht mehr erforderlich ist, scheint sich in der Coronakrise langsam durchzusetzen. Hoffentlich bleibt sie auch danach erhalten.

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scrumdideldu 10. Jun 2020

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Michael H. 10. Jun 2020

Naja ich glaube du verwechselst da gerade Selbstständig mit Freiberufler. Er ist quasi...

Trockenobst 10. Jun 2020

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Trockenobst 10. Jun 2020

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Hallo, es würde mich mal interessieren, ob hier auch freiberufliche Hardwareentwickler...


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