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Aller Anfang ist ... einfach?

Zunächst muss geklärt werden, ob ein Gewerbe angemeldet werden muss oder nicht. Dazu reicht ein Anruf beim zuständigen Finanzamt. Ich selbst habe eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration gemacht, die Frage des Finanzbeamten: "Haben Sie Informatik an einer (Fach-)Hochschule studiert und mindestens mit einem Bachelor abgeschlossen?" habe ich also mit Nein beantwortet.

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Die Frage wird offenbar immer gestellt, zumindest haben mir andere IT-Selbstständige das Gleiche erzählt. Mein Nein hatte zur Folge, dass ich ein Gewerbe anmelden musste - wobei mir die Logik hinter diesem Auswahlkriterium nach wie vor nicht ganz klar ist.

Im Rathaus meldete ich daraufhin mein Gewerbe an und bezahlte die erste Bearbeitungsgebühr. Jetzt war ich offiziell selbststständig. Und was nun?

Selbststständig - was nun?

Als Erstes sollte man eine Übersicht erstellen, in der die monatlichen Fixkosten und Ausgaben aufgelistet sind. Wechselt man von einer Festanstellung in die Selbstständigkeit, wurden diese Kosten ja bislang vom monatlichen Gehalt gedeckt. Da das aber wegfällt, muss man sich nun selbst um die Deckung dieser Ausgaben bemühen. Nach dieser Übersicht richtet sich auch die Berechnung des Stundensatzes.

Mir hat der Rechner von Lambert Schuster geholfen. Er zeigte mir auf, worauf ich bei meiner Berechnung zu achten hatte und wo unerwartete Kostenblöcke aufkommen könnten. Ein etwas größerer Ratgeber, der ebenfalls den Punkt des Stundensatzes beleuchtet, ist das Buch Ich machs jetzt einfach: Starthilfe für IT Freelancer, Berater und Trainer von Martin Dilger.

Kosten, Kosten, Kosten

Bei der Berechnung der Ausgaben sind neben den eigenen Ansprüchen und dem angestrebten Lebensstandard auch Krankenversicherung, Altersvorsorge, Arbeitsmittel, Steuern sowie Rücklagen bei Ausfall und einkommensschwachen Phasen und Urlaub zu berücksichtigen. Ergänzend fallen jeden Monat unbezahlte Stunden für Akquise, Marketing und Eigenverwaltung an, die wir mit in unser Stundenkontingent aufnehmen müssen.

All dies sollte ordentlich aufgelistet und am besten mehrmals durchgerechnet werden. Ich kenne Kollegen, die dies eher Pi mal Daumen gemacht haben und bei denen es trotzdem funktioniert hat. Empfehlen würde ich es nicht, aber ich bin auch einfach nicht der Typ dafür.

Ich habe lieber alle Ausgaben detailliert im Überblick, damit ich immer weiß, in welchem Rahmen ich mich bewegen kann und ob die Liquidität noch gegeben ist oder ein Engpass entsteht. Ein IT-Kollege sieht das deutlich gelassener und sagt gerne: "Am Ende isset immer noch jut jegangen."

So kann man die Thematik natürlich auch angehen. Aber wenn es um meine Finanzen geht, bin ich lieber etwas genauer. Mit meiner akribischen Auflistung konnte ich genau sagen, wie viel Auslastung ich im Monat benötige und welchen Stundensatz ich mindestens nehmen muss, um nachts ruhig zu schlafen und dauerhaft von meiner Tätigkeit als IT-Selbstständiger leben zu können.

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scrumdideldu 10. Jun 2020

Hier! Seit >20 Jahren auf Stundenbasis tätig und mein Gewinn vor Steuern war die letzten...

Michael H. 10. Jun 2020

Naja ich glaube du verwechselst da gerade Selbstständig mit Freiberufler. Er ist quasi...

Trockenobst 10. Jun 2020

Die Leute die 100k im Konzern kriegen, sind in der Regel im Train to Burnout City. Da...

Trockenobst 10. Jun 2020

Und wenn der Badeinstallateur, der Gärtner, mehre Hotelanlagen zu pflanzen oder mit...

bla 09. Jun 2020

Hallo, es würde mich mal interessieren, ob hier auch freiberufliche Hardwareentwickler...


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