Freeware: Neues kostenloses Paint.Net unterstützt Windows 7 nicht mehr
Paint.Net 5.0 ist das erste große Update seit Langem. Sie bringt etwa Druckempfindlichkeit, ist aber nur mit aktuellem Windows nutzbar ist.
Die Entwickler des kostenlosen Bildbearbeitungsprogramms Paint.Net haben die neue Version 5.0 für das Betriebssystem Windows angekündigt.
Die Version kann in einer ersten Alpha (Build 8361) getestet werden. Enthalten sind diverse neue Features, das Team schränkt allerdings die Nutzerbasis ein. Windows 7 und 8.1 werden nicht mehr unterstützt. Paint.Net wird künftig mindestens Windows 10 1809 oder Windows 11 voraussetzen. Außerdem kann die App nicht mehr auf 32-Bit-x86-Systemen ausgeführt werden. Stattdessen werden AMD x64 und ARM64 nativ unterstützt.
Digital Artists werden sich über eine neue Funktion freuen. Paint.Net 5.0 bringt Druckempfindlichkeit zurück. Die Software verwendet dafür Microsofts Windows-Ink-Protokoll, welches in Windows 10 und 11 integriert ist. Der Surface Pen und Produkte von Wacom können ebenfalls damit kommunizieren.
GPU-Beschleunigung und mehr Effekte
Paint.Net 5 wird die im Hostsystem integrierte GPU künftig besser nutzen. Fast alle Anpassungseffekte für Bilder verwenden GPU-Beschleunigung in Verbindung mit Direct2D für eine bessere Performance. Shadereffekte aus der ComputeSharp.D2D1-Library laufen mit 32-Bit-Fließpunktpräzision. Das sorgt für generell besser auflösende und farbgenauere Effekte.
Das Entwicklerteam fügt viele weitere Effekte hinzu, mit denen Fotos und Zeichnungen digital angepasst werden können. Unter anderem gibt es einen neuen Bokeh-Effekt, mit dem sich Tiefenschärfe simulieren lässt. Der neue Effekt soll den alten Unfocus-Unschärfeeffekt ablösen. Mittels Schattenfilter können dunkle Flächen eines Fotos zudem aufgehellt oder mit zusätzlichen Schatten versehen werden.
Für das neue GPU-Rendering und dessen Basisklasse GpuEffect wird eine Plugin-Schnittstelle geschaffen. User können auf ihrer Basis neue GPU-beschleunigte Plugins schreiben und diese für Paint.Net anbieten. Die Plugins sollen künftig zudem alle Ebenen eines Bildes adressieren und manipulieren können. Außerdem können sie auf die Metadaten einer Datei zugreifen.
Diese und weitere Neuerungen stellt das Entwicklerteam in einem Forenpost zur Verfügung. Von dort aus kann die Software auch kostenlos heruntergeladen werden. Sowohl x64, als auch ARM64 werden angeboten.