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Frequenzauktion: Freenet kritisiert Entwurf für 5G-Vergabebedingungen

Freenet sieht sich vom 5G-Netz ausgeschlossen. Der Mobile Virtual Network Operator führt eine lange Liste von Kritikern der Vergabebedingungen auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei-Techniker an einer Mobilfunkantenne
Huawei-Techniker an einer Mobilfunkantenne (Bild: Huawei)

Freenet kritisiert den Konsultationsentwurf zu den Vergabebedingungen für die 5G-Frequenzauktion der Bundesnetzagentur. Der MVNO (Mobile Virtual Network Operator) erklärte am 19. September 2018, es könne nicht sein, dass "ein Netzbetreiber Fortschritt und Wettbewerb in der Hoffnung lahmlegt, dass alternative Anbieter durch Blockade eingeschüchtert werden." Die Behörde will die Netzbetreiber nicht verpflichten, ihre Netze für MVNOs zu öffnen.

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Für den Erfolg von 5G sei Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt essentiell. "Der Konsultationsentwurf enthält dazu viele richtige Gedanken, die Umsetzung ist jedoch nicht zu Ende gedacht. Bundesnetzagentur und Beirat sind gefordert, mit klaren Verpflichtungen und effektivem Rechtsschutz die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen", sagte Freenet-Chef Christoph Vilanek.

Die Bundesnetzagentur müsse bei Eskalation durch einen Anbieter kurzfristig mit Verfügungen den Wettbewerb sicherstellen können.

Mehr als 20 Chefs von deutschen Unternehmen hatten zuvor in einem Appell einen zu langsamen und späten Ausbau des Echtzeitmobilfunks 5G kritisiert. "Deutschland muss bei dieser Basis-Infrastruktur den großen Wettbewerbern USA und China Paroli bieten können. Sonst wird das zum Wettbewerbsnachteil für unser ganzes Land", sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing dem Handelsblatt. Auch Entscheider von Audi, Bosch, Continental, Commerzbank, Airbus und anderen Firmen stellten ähnliche Forderungen auf.

Nicola Leibinger-Kammüller, die Vorsitzende der Geschäftsführung des Werkzeugmaschinenbauers Trumpf, meinte: "Ich habe das Gefühl, dass es viel zu langsam geht. Ich fürchte, dass Deutschland hier wieder den Anschluss verliert." Volkswagen-Chef Herbert Diess betonte ebenfalls die Bedeutung des neuen Mobilfunks. In ihrem Appell forderten die Topmanager die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica auf, schneller schlüssige Konzepte für den Aufbau eines flächendeckenden 5G-Netzes in der Bundesrepublik vorzulegen.

Statt der Forderung, alle Straßen zu erschließen, will die Bundesnetzagentur nur vorschreiben, Autobahnen und Bundesstraßen zu versorgen. Höhere Auflagen hätten die Netzbetreiber überfordert, hatte Behördenchef Jochen Homann im Handelsblatt argumentiert.



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LarusNagel 19. Sep 2018 / Themenstart

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