Gehäuse aus dem Drucker

Vor dem Bau meines NAS-Systems dachte ich mir: Warum nutze ich nicht einen 3D-Drucker dafür? Dann kann ich selbst bestimmen, wie mein Gehäuse aussehen soll. Ich denke mir zu Anfang ein recht simples Würfeldesign aus. Trotzdem ist der Bau des Gehäuses mit einem XYZ Davinci Jr. 2 nicht unbedingt einfach, was am begrenzten Druckraum von 15 x 15 x 15 cm liegt. Mein Gehäuse muss etwa 19 x 19 x 19 cm groß sein.

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Aus diesem Grund habe ich in der kostenlosen 3D-Modelling-Software Blender 2.8 nur Teile des Gehäuses entworfen. Ich spalte mein Design in acht gleiche Eckteile auf, die am Ende zusammengesteckt werden. Netter Nebeneffekt: Ich lerne mehr, wie ich mit dem recht umfangreichen Programm umgehe. Da ich Blender bereits für andere Projekte genutzt habe, ist das Design eines NAS-Gehäuses kein allzu zeitraubender Prozess. Selbst Anfänger können Blender als guten Einstieg in den Bereich des 3D-Modelling nutzen. Die Software ist nicht nur kostenlos, es gibt auch eine sehr aktive Community, die Tutorials und Dokumentationen in großer Zahl zur Verfügung stellt.

  • Ein Druck auf "Create Dataset"... (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • ... ruft das entsprechende Fenster auf. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Netzwerk kann auch in der Weboberfläche eingestellt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Dem Dataset wird ein Besitzeraccount zugewiesen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es können automatisch periodische Snapshots erstellt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Parameter wie Dauer, Frequenz und Auszeiten der Snapshots sind einstellbar. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Erstellte Snapshots erscheinen in einer Übersicht. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Volume Manager wählen wir Platten aus, die zu einem Volume zusammengeführt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es können auch neue Nutzer und Nutzergruppen erstellt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Nutzer werden in einer Übersicht angezeigt. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Verschiedene Serverdienste lassen sich an- oder ausschalten. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es werden Shares für Unix, MacOS oder Windows separat erstellt. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ein Share muss ich auf ein Dataset beziehen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Pfad kann im Drop-Down-Menü gewählt werden.(Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der SMB-Dienst lässt sich nach Belieben einstellen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auszug aus dem Installationsprozess (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Auszug aus dem Installationsprozess (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Auszug aus dem Installationsprozess (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Der Server wird als Netzlaufwerk erkannt - Erfolg! (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der NAS-Server gibt nur rudimentäre Einstellungsmöglichkeiten lokal. (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Gekauft wurde die Hardware beim Onlineversand Mindfactory, andere Anbieter haben aber ähnliche Teile. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Gerüst soll einmal so ähnlich aussehen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es besteht aus acht solcher Eckteile.  (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bis auf das Netzteil ist die Hardware kompakt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mainboard, Festplatte, SSD und RAM - mehr braucht man nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mainboard, Festplatte, SSD und RAM - mehr braucht man nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wichtig beim Mainboard: RJ45... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und viele SATA-Buchsen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nur zwei der acht Eckteile konnten bisher gedruckt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Gerüst soll einmal so ähnlich aussehen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Die Gehäusepanele meines Designs sollen aus Polystyrolplatten bestehen. Modellbauern dürfte das Material bekannt vorkommen, denn es kann mit einem Skalpell einfach und relativ präzise geschnitten werden. Zudem sind entsprechende Kunststoffplatten mit einem Stückpreis von einem Euro nicht zu teuer.

Ganz ohne Probleme verläuft mein Bastelvorhaben allerdings nicht: So sind die Einschübe für meinen Festplattenkäfig zwar passgenau, wenn sie leer sind. Montiere ich darin allerdings ein entsprechendes Laufwerk, sieht die Sache schon anders aus. Viele Anpassungen und Neudrucke verzögern das Projekt. Zum Zeitpunkt dieses Textes konnte ich mein Gehäuse nicht fertigstellen. Lediglich zwei der acht Eckteile sind fertig geworden.

  • Ein Druck auf "Create Dataset"... (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • ... ruft das entsprechende Fenster auf. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Netzwerk kann auch in der Weboberfläche eingestellt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Dem Dataset wird ein Besitzeraccount zugewiesen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es können automatisch periodische Snapshots erstellt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Parameter wie Dauer, Frequenz und Auszeiten der Snapshots sind einstellbar. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Erstellte Snapshots erscheinen in einer Übersicht. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Volume Manager wählen wir Platten aus, die zu einem Volume zusammengeführt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es können auch neue Nutzer und Nutzergruppen erstellt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Nutzer werden in einer Übersicht angezeigt. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Verschiedene Serverdienste lassen sich an- oder ausschalten. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es werden Shares für Unix, MacOS oder Windows separat erstellt. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ein Share muss ich auf ein Dataset beziehen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Pfad kann im Drop-Down-Menü gewählt werden.(Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der SMB-Dienst lässt sich nach Belieben einstellen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auszug aus dem Installationsprozess (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Auszug aus dem Installationsprozess (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Auszug aus dem Installationsprozess (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Der Server wird als Netzlaufwerk erkannt - Erfolg! (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der NAS-Server gibt nur rudimentäre Einstellungsmöglichkeiten lokal. (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Gekauft wurde die Hardware beim Onlineversand Mindfactory, andere Anbieter haben aber ähnliche Teile. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Gerüst soll einmal so ähnlich aussehen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es besteht aus acht solcher Eckteile.  (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bis auf das Netzteil ist die Hardware kompakt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mainboard, Festplatte, SSD und RAM - mehr braucht man nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mainboard, Festplatte, SSD und RAM - mehr braucht man nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wichtig beim Mainboard: RJ45... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und viele SATA-Buchsen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nur zwei der acht Eckteile konnten bisher gedruckt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Nur zwei der acht Eckteile konnten bisher gedruckt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Manchmal denke ich mir: Hätte ich doch lieber einen Mini-Tower für 30 Euro gekauft. Dann rufe ich mir aber ins Gedächtnis, dass der Bastelprozess an sich ja der Grund ist, warum ich das NAS-System von Grund auf selbst baue. Das beruhigt.

Installation erfreulich simpel

FreeNAS ist von den vielen kostenlosen Betriebssystemen sicherlich nicht die einfachste oder intuitivste Möglichkeit, sich einen eigenen Server zu bauen. Der Funktionsumfang ist jedoch enorm. Meine Herangehensweise dabei: Verstehe ich dieses NAS-OS, komme ich auch mit anderen zurecht. FreeNAS basiert auf FreeBSD und kann wie die meisten Linux-Distributionen relativ einfach vom Stick installiert werden. Das Medium sollte mindestens 8 GByte groß sein.

Außerdem sollte die Zielhardware, wie anfangs erwähnt, über 8 GByte Arbeitsspeicher verfügen. Diese Bedingung ist jedoch nicht zwingend, denn ich kann das OS problemlos auch mit 4 GByte RAM installieren. Nutzer werden lediglich darauf hingewiesen, dass mehr Arbeitsspeicher empfohlen ist. Womöglich rüste ich das in der Zukunft noch nach.

Zunächst allerdings starte ich die Installation erst einmal. In meinem Fall muss ich das Installationsmedium im UEFI als Startlaufwerk auswählen. Alternativ funktioniert das über den Bootorder-Bildschirm. Das Installationsmedium habe ich auf einer Windows-10-Maschine mit dem kostenlosen Tool Rufus erstellt. Die ISO-Datei für die FreeNAS-Installation stellt der Hersteller auf seiner Seite zum Download bereit.

Die FreeNAS-Installation läuft weitgehend automatisch ab, nachdem ich eines der drei Laufwerke als Installationsziel ausgewählt habe. Die bezeichnet FreeNAS standardmäßig mit ada01 bis 03. Anhand der Beschreibung und Kapazität erkenne ich, welcher der drei Datenträger meine SSD ist. Dabei bin ich überrascht, dass mein vorerst auf dem Schreibtisch in einer Pappschachtel aufgebautes System überhaupt durch den POST gekommen ist und dass alle drei installierten Datenträger auf Anhieb erkannt werden. Da habe ich schon ganz andere Situationen erlebt.

  • Ein Druck auf "Create Dataset"... (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • ... ruft das entsprechende Fenster auf. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Netzwerk kann auch in der Weboberfläche eingestellt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Dem Dataset wird ein Besitzeraccount zugewiesen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es können automatisch periodische Snapshots erstellt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Parameter wie Dauer, Frequenz und Auszeiten der Snapshots sind einstellbar. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Erstellte Snapshots erscheinen in einer Übersicht. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Volume Manager wählen wir Platten aus, die zu einem Volume zusammengeführt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es können auch neue Nutzer und Nutzergruppen erstellt werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Nutzer werden in einer Übersicht angezeigt. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Verschiedene Serverdienste lassen sich an- oder ausschalten. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es werden Shares für Unix, MacOS oder Windows separat erstellt. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ein Share muss ich auf ein Dataset beziehen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Pfad kann im Drop-Down-Menü gewählt werden.(Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der SMB-Dienst lässt sich nach Belieben einstellen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auszug aus dem Installationsprozess (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Auszug aus dem Installationsprozess (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Auszug aus dem Installationsprozess (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Der Server wird als Netzlaufwerk erkannt - Erfolg! (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der NAS-Server gibt nur rudimentäre Einstellungsmöglichkeiten lokal. (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)
  • Gekauft wurde die Hardware beim Onlineversand Mindfactory, andere Anbieter haben aber ähnliche Teile. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Gerüst soll einmal so ähnlich aussehen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es besteht aus acht solcher Eckteile.  (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bis auf das Netzteil ist die Hardware kompakt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mainboard, Festplatte, SSD und RAM - mehr braucht man nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mainboard, Festplatte, SSD und RAM - mehr braucht man nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wichtig beim Mainboard: RJ45... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und viele SATA-Buchsen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nur zwei der acht Eckteile konnten bisher gedruckt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Auszug aus dem Installationsprozess (Bild: Youtube.com/FreeNASTeam)

Nur für die Installation brauche ich eine Tastatur und einen Bildschirm, die ich an einen freien USB-Port und an HDMI anschließe. Die Installation formatiert meine SSD mit dem ZFS-Dateisystem, das allerhand nützliche Funktionen bietet, die ich später einrichten kann. Zudem muss ich ein möglichst sicheres Passwort für den Root-User festlegen und auswählen, ob das Betriebssystem im BIOS- oder UEFI-Modus booten soll. Bei meiner verwendeten Hardware bietet sich UEFI an. Die Installation wird anschließend automatisch ausgeführt und dauert etwa eine halbe Stunde.

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 FreeNAS und Windows 10: Der erste NAS-Selbstbau macht glücklichDie Weboberfläche ist das eigentliche Interface 
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